Hamburg räumt mehr Schrottfahrräder ab als in Vorjahren

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Die Stadtreinigung Hamburg (SRH) hat 2025 deutlich mehr Fahrradschrott als in den Vorjahren eingesammelt. Bis Ende November entfernten die Mitarbeiter des kommunalen Entsorgers fast 5.600 Alträder aus dem öffentlichen Raum, wie der Senat auf eine Kleine Anfrage aus dem Parlament mitteilte. In den Jahren 2024 und 2023 wurden rund 4.500 Exemplare geborgen, während es 2022 noch etwa 4.100 Fahrradleichen waren.

Von den sieben Hamburger Bezirken ist den Zahlen nach Eimsbüttel die Hochburg der illegalen Fahrradfriedhöfe. 2024 entfiel rund ein Drittel aller kaputten Fundstücke auf den eher bürgerlich und studentisch geprägten Bezirk. Auf der Rangliste folgten Hamburg-Nord und Altona mit jeweils knapp einem Viertel.

Unter dem Motto „Wir gehen den Leichen an die Speichen“ beschreibt die SRH das Vorgehen auf ihrer Internetseite: Polizei oder Mitarbeiter der Bezirksämter kennzeichnen ein offensichtlich aufgegebenes Gefährt – entweder nach eigener Feststellung oder Bürgerhinweisen – mit einem roten Aufkleber samt Fristnennung. Mindestens 14 Tage lang hat der Eigentümer Zeit, sein Rad wieder in Obhut zu nehmen; danach darf die SRH es abholen. Bei unmittelbarer Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist eine Entfernung schon innerhalb von 24 Stunden möglich.

Laut Stadtreinigung werden reparaturfähige Räder in der SRH-Fahrradwerkstatt am Recyclinghof Brandstücken (Osdorf) mit überschaubarem Aufwand wieder verkehrstüchtig gemacht. Anschließend verkauft die SRH diese über ihre Gebrauchtwarenkaufhäuser „Stilbruch“ weiter – früheren Angaben zufolge waren es in der Vergangenheit rund 1.000 Stück pro Jahr. Nicht mehr zu rettende Objekte landen bei einem Schrottverwertungsbetrieb, damit einzelne Komponenten stofflich genutzt werden können, heißt es auf der SRH-Homepage weiter. (dpa / eigener Beitrag)

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