Grünes Licht: Theo Steil darf Frankfurter RMR übernehmen

Der Trierer Schrott- und Metallrecycler Theo Steil darf sich mehrheitlich am Wettbewerber Rhein Main Rohstoffe (RMR) aus Frankfurt beteiligen. Das Bundeskartellamt hat am 1. Juli dem Anfang Juni beantragten Fusionsvorhaben zugestimmt. „Der Verkauf der RMR an Theo Steil konnte innerhalb der ersten Phase freigegeben werden, da keine erhebliche Wettbewerbsbehinderung zu erwarten ist. Der Zusammenschluss zweier mittelständischer Unternehmen stärkt die strukturelle Vielfalt der Branche dauerhaft“, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt in einer Pressemitteilung.

Die RMR ist ebenso wie Steil regional in der Erfassung und Aufbereitung von Eisenschrotten und Nicht-Eisenmetallen tätig. Dabei überschneide sich der Einzugsbereich der beiden Unternehmen nicht wesentlich, wie die Kartellbehörde konstatiert. Während das Zielunternehmen RMR in der Region Frankfurt seinen Tätigkeitsschwerpunkt habe, sei die Steil-Gruppe schwerpunktmäßig im Westen und Osten Deutschlands tätig. Zu Überschneidungen kam es im Wesentlichen nur dadurch, dass Steil Schrottplätze in Ludwigshafen und Hanau betreibt.

Aus Sicht der Wettbewerbshüter unterscheidet sich das aktuelle Fusionsvorhaben damit auch von dem 2021 abgelehnten Erwerb der RMR durch die Remondis-Tochter TSR. „Anders als im Jahr 2021 bestanden im vorliegenden Fall keine Bedenken, dass es bei dem Ankauf und der Aufbereitung von Scherenschrott zu unkontrollierten Verhaltensspielräumen kommen würde. Nach den Ermittlungen lässt die Marktstellung der Zusammenschlussbeteiligten und die Tätigkeit von Wettbewerbern auf den verschiedenen Märkten auch zukünftig hinreichenden Wettbewerbsdruck auf alle Marktteilnehmer erwarten“, begründet die Bonner Behörde die Freigabe für Theo Steil.

- Anzeige -
- Anzeige -