
Das Spanplattenwerk Gotha hat die Genehmigung zum Bau einer Recyclinganlage für Altholz erhalten. Laut Genehmigungsbescheid des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz können in der Anlage künftig 15 Tonnen Altholz pro Stunde der Kategorien A I bis A III aufbereitet werden. Durch die begrenzte Betriebszeit von 24 Stunden an sechs Tagen pro Woche liegt die maximale genehmigte Aufbereitungsmenge bei etwas mehr als 112.000 Tonnen pro Jahr.
Zur Aufbereitungsanlage gehören zahlreiche Aggregate, darunter Abscheider für NE- und Fe-Metalle, Folienabscheider und Rollensiebe, Schredder zum Zerkleinern von Übergrößen der Spanfraktionen, Windsichter sowie NIR-Sortierer sowohl für schwarze wie nicht schwarze Kunststoffe. Hinzu kommen für die Zerkleinerung von Holzpartikeln eine Hammermühle, ein Ecopulser und eine Flotationsanlage.
Ergänzt wird die Recyclinganlage durch eine geschlossene Lagerhalle für vorgereinigtes Altholz mit einem Lagervolumen von bis zu 815 Tonnen inklusive einer Schubboden-Förderung zur Beschickung des Recyclingturms und weiterer Einrichtungen.
Das Spanplattenwerk Gotha betreibt am Standort Anlagen zur Herstellung von stranggepressten Röhren- und Vollspanplatten, die zum Großteil als Einlage in höherwertigen Türen verwendet werden. An der bisherigen Produktionskapazität in Gotha von 2.200 Kubikmetern pro Tag wird laut Genehmigungsbescheid festgehalten.
In die neue Anlage plus Lagerhalle investiert die Tochtergesellschaft der Sauerland Spanplatte laut einem Bericht des MDR rund 16 Mio. €.



