Gegenpetition zu Plastikstrohhalm-Initiative von Capri-Sun gestartet

Die Umweltschutzorganisation Sana Mare geht mit eine eigenen Petition gegen die Anfang September von Capri-Sun initiierte Online-Petition für die Rückkehr zum Plastikstrohhalm vor. Mit der ebenfalls auf der Plattform Change.org angesiedelten Petition möchte die Organisation mehr Unterschriften sammeln als der Getränkehersteller und damit demonstrieren, „dass es mehr Verfechter von Umweltschutz und Nachhaltigkeit gibt als rückständige Verfechter von Einwegstrohhalmen“, heißt es in dem Dokument.

Capri-Sun hatte bereits im August angegeben, Alternativen zum Papierstrohhalm zu prüfen. Das Unternehmen will hierfür bei der EU eine Ausnahmegenehmigung für das Verbot von Einweg-Plastikstrohhalmen erwirken. Begründet wurde die Initiative damit, dass sich der seit 2021 verwendete Papierstrohhalm schlechter einstecken lasse, weich werde und zu einem Papiergeschmack beim Trinken führe.

Sana Mare äußert sich in der Petition bestürzt über das Vorgehen des Getränkeherstellers und verweist auf die massive Umweltbelastung durch Einwegplastikprodukte. Die Organisation fordert Capri-Sun auf, die Petition zurückziehen und stattdessen in die Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen zu investieren. Die EU Kommission rufen die Umweltschützer zu Standhaftigkeit gegenüber den Unternehmensforderungen auf.

Experten gehen davon aus, dass es keine Ausnahmeregelungen für einzelne Unternehmen auf EU-Ebene geben wird. Es wird auch keine generelle Rückabwicklung der EU-Regelung zu Einweg-Kunststoffartikeln aus dem Jahr 2021 erwartet. Das ursprünglich deutsche Unternehmen Capri-Sun hat seinen Hauptsitz seit einigen Jahren in der Schweiz; dort dürfen Plastikstrohhalme noch weiterverwendet werden.

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