Freiburg erweitert Fuhrpark auf neun Brennstoffzellenfahrzeuge

Nach guten Erfahrungen mit ihren drei seit 2021 in der Abfallsammlung eingesetzten Brennstoffzellenfahrzeugen erweitert die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) ihren Fuhrpark auf neun alternativ angetriebene Fahrzeuge. Schon ab Juni seien diese bei der Sammlung von Bioabfall, Altpapier, LVP, Restabfall und Sperrmüll im Einsatz. Damit werden 41 Prozent des kommunalen Fuhrparks alternativ angetrieben, womit sich Freiburg im bundesweiten Vergleich der Entsorgungsunternehmen an erster Stelle sieht.

„Wir freuen uns sehr, diese sechs weiteren Brennstoffzellenfahrzeuge im Rahmen der ‚Woche des Wasserstoffs‘ vorstellen zu können. Aktuell gehen wir mit großen Schritten auf unser Ziel einer emissionsfreien Mobilität zu", erklärte Michael Broglin, Geschäftsführer der ASF. „Entsprechende Investitionszuschüsse aus Bundes- und Landesmitteln vorausgesetzt, werden wir bis Ende 2023 insgesamt 14 klimafreundlich fahrende Sammelfahrzeuge auf Freiburgs Straßen einsetzen." Ziel der ASF ist ab 2030 eine emissionsfreie kommunalen Abfallsammlung.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat die Anschaffung der sechs wasserstoff-betriebenen Abfallsammelfahrzeuge von Kirchhoff Ecotec mit insgesamt rund 4,1 Mio € gefördert. Die Fördermittel decken die Anschaffungskosten von rund 5,7 Mio € (netto) zu 72 Prozent.

Für eine ökologische Sinnhaftigkeit dieser alternativen Antriebstechnologie ist jedoch die Betankung mit sogenanntem grünem Wasserstoff unabdingbar. Deshalb plant die ASF eine eigene Produktionsanlage für grünen Wasserstoff auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Eichelbuck. Eine Kombination aus PV-Anlage, Elektrolyseur und Betankungsanlage soll ab 2025 die Betankung von mindestens 50 kommunalen und gewerblichen Abfallsammelfahrzeugen sicherstellen.

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