
Die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben eine Partnerschaft angekündigt, um Investitionen im Batteriesektor, einschließlich Recycling und Ladeinfrastruktur, voranzutreiben. Insgesamt werde die Kooperation öffentliche Fördermittel in Höhe von drei Mrd € mobilisieren: darunter ein neuer Zuschuss von 200 Mio € aus dem Innovationsfonds der EU für das InvestEU-Programm, eine Mrd € für Projekte zur Fertigung von Batteriezellen für E-Fahrzeuge über den Innovationsfonds sowie weitere 1,8 Mrd € für die gesamte Batteriewertschöpfungskette.
„Investitionen in Batterietechnologien sind nicht nur eine Chance, sondern eine Notwendigkeit für Europas nachhaltige Zukunft“, sagte EIB-Vizepräsident Thomas Östros über die Bedeutung der Initiative. Laut Pressemitteilung sollen die geplanten Maßnahmen die Entwicklung einer wettbewerbsfähigen Batterieindustrie auf dem Kontinent fördern und dazu beitragen, die Ziele des EU Green Deal, der EU-Batterieverordnung und des Net Zero Industry Act zu erreichen. „Wir kombinieren verschiedene Finanzinstrumente, um unsere Unterstützung so effizient wie möglich zu gestalten und private Investitionen zu maximieren“, ergänzte Wopke Hoekstra, EU-Kommissar für Klimapolitik.
Die 200 Mio € aus dem Innovationsfonds für das InvestEU-Programm stellen eine Aufstockung des bereits bestehenden Innovationsfonds für Projekte mit hoher Klimawirkung dar. Dieser wird durch Einnahmen aus dem EU-Emissionshandelssystem (ETS) finanziert und von der Europäischen Kommission verwaltet. Die jetzt zusätzlich generierten Gelder sollen vor allem zur Finanzierung für junge oder wachsende Unternehmen in einer kritischen Phase eingesetzt werden: Es handelt sich dabei um risikobehaftete Kredite etwa für Startups, die sich am Übergang von der Forschung und Entwicklung zur kommerziellen Einführung ihrer Technologie befinden und die noch nicht über stabile Einnahmen verfügen. Indem öffentliche Mittel als Garantien dienen, könnten private Investitionen angereizt und verstärkt werden, heißt es in der Pressemeldung.
Insgesamt habe die EIB in den vergangenen sechs Jahren rund sechs Mrd € gezielt für den Batteriesektor bereitgestellt – von der Entwicklung fortschrittlicher Materialien und Komponenten, bis zum Aufbau von Produktion, Ladeinfrastruktur und Recycling. Nun sollen weitere 1,8 Mrd € in den kompletten Wertschöpfungskreislauf investiert werden sowie eine Mrd € speziell in Projekte mit Fokus auf innovative Technologien der Batteriezellproduktion. Bergbau und Rohstoffförderung seien explizit ausgeschlossen.



