Erster Wertstoffhof in Potsdam startet Self-Service per Maex-App

Die Potsdamer können Abfälle wie Verpackungen, Grünabfall und Sperrmüll künftig auch außerhalb der bisherigen Öffnungszeiten auf einem Wertstoffhof im Stadtteil Drewitz entsorgen. Per Handy-App bekommen sie im Rahmen eines Pilotprojekts länger Zugang zu dem Gelände, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Die „Maex“-App wurde vom Entsorgungskonzern Remondis entwickelt, der mit 49 Prozent an der Stadtentsorgung Potsdam beteiligt ist. Sie ist bereits seit gut einem Jahr auf Frankfurter Wertstoffhöfen und im bayerischen Pöcking im Einsatz. Seit dem vergangenen Herbst wird sie auch in Essen verwendet.

„Wir sind sehr gespannt, wie dieses Angebot künftig genutzt wird“, sagte der Geschäftsführer der Stadtentsorgung Potsdam, Burkhardt Greiff. Die Wertstoffrückgabe solle für die Bürgerinnen und Bürger noch komfortabler werden, meinte Potsdams Beigeordnete für Ordnung und Sicherheit, Brigitte Meier (SPD).

An sechs Wochentagen ist der Potsdamer Wertstoffhof künftig jeweils drei Stunden länger verfügbar als bisher: montags bis freitags von 18 bis 21 Uhr und am Samstag von 15 bis 18 Uhr. Bürger können während dieses Zeitfensters über die App einen Termin buchen. Das Tor öffnet sich dann zu dem gebuchten Termin per Bluetooth automatisch. Die Nutzung der App ist kostenfrei; die Bezahlung der Abfallentsorgung erfolgt bei der Buchung über die Maex-App und ist per Paypal oder Kreditkarte möglich.

Gefährliche Abfälle müssen weiter von Fachpersonal angenommen werden

Innerhalb von 15 Minuten können die Abfälle in die jeweiligen Container geworfen werden, so die Stadtentsorgung. Personal sei dafür nicht nötig. Allerdings eignen sich nicht alle Abfälle für diese Art der Entsorgung: Farben, Altöle, Autobatterien und sonstiger E-Schrott sind ausgenommen und sie müssen laut Stadt weiterhin von Fachleuten beurteilt und sicher entsorgt werden.

In Frankfurt, Essen und Pöcking zeigten sich die Verantwortlichen nach dem mehrmonatigen Einsatz jeweils zufrieden mit der Wertstoffabgabe per App. Das System sei durchweg sehr gut angenommen worden und Nutzer hätten positives Feedback abgegeben, hieß es etwa aus Essen. Auch die Fehlwurfquote sei niedrig, berichtete die FES in Frankfurt. In Pöcking sei der Self-Service ebenfalls stark nachgefragt, hieß es. (dpa/eigener Bericht)

- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -