Erneuerbarer Anteil am Energieverbrauch steigt weiter

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Bei einem vor allem konjunkturbedingt stark gesunkenen Energieverbrauch ist der Beitrag der erneuerbaren Energien in Deutschland im vergangenen Jahr weiter gestiegen: Während der Primärenergieverbrauch gegenüber 2022 um 7,9 Prozent auf 10.791 Petajoule (PJ) zurückging, steigerten die erneuerbaren Energien ihren Anteil um 2,3 Prozent auf 2.118 PJ und damit auf 19,6 Prozent des Primärenergieverbrauchs, teilte die AG Energiebilanzen mit.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wuchs im Jahresvergleich um etwa fünf Prozent, insbesondere durch eine deutlich höhere Stromproduktion der Windkraft an Land. Biomasse, auf die mehr als die Hälfte des gesamten Primärenergieverbrauchs der erneuerbaren Energien entfällt, blieb indes um vier Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück.

Aus Abfällen wurden im Berichtsjahr 124 PJ und damit 3 PJ weniger erneuerbare Energie erzeugt als 2022. Dabei ging sowohl die Strom- als auch die Wärmeerzeugung parallel leicht zurück.

Insgesamt liegt der Verbrauch an Primärenergien in Deutschland um mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990. Hauptverantwortlich hierfür war die zurückgehende wirtschaftliche Leistung, insbesondere der energieintensiven Industriezweige. Von der leicht wärmeren Witterung ging nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus. Den einzigen verbrauchssteigernden Effekt bedingte 2023 die demographische Entwicklung.

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