Der österreichische Anlagenbauer Erema Group mit Sitz in Ansfelden bei Linz hat das Geschäftsjahr 2023/24 (31. März) mit einem Gesamtumsatz von 380 Millionen € abgeschlossen, gab der Konzern heute bekannt. Gegenüber den im Vorjahr erwirtschafteten 355 Mio € ist dies ein Anstieg um rund sieben Prozent. Weitere Finanzkennzahlen wurden nicht veröffentlicht.
„Wir sind stolz auf diesen Abschluss des Geschäftsjahres unter den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sehen jedoch die kommenden Monate mit einer gewissen Vorsicht“, sagt Manfred Hackl, CEO der Erema Group. „Die Kunststoffrecyclingindustrie kämpft besonders in Europa mit den niedrigen Preisen für Neuware, und die hohen Energie- und Produktionskosten stellen Unternehmen weiterhin vor Herausforderungen.“ Trotzdem sieht er in der aktuellen Situation auch Chancen: „Wir nutzen diese Zeit, um unsere Prozesse weiter zu optimieren und verstärkt in Forschung und Entwicklung zu investieren.“
In den letzten fünf Jahren hat die Erema Group nach eigenen Angaben mehr als 110 Mio € in den Ausbau und die Modernisierung ihrer internationalen Standorte investiert. So wurde beispielsweise am Standort Ansfelden im letzten Sommer ein neues R&D-Center eröffnet und der Maschinenpark im Customer Technology Center bei Erema North America erweitert.
Ein weitere zentrale Investition im Berichtszeitraum ist die Gründung der Blueone Solutions Holding gemeinsam mit dem österreichischen Familienunternehmen Lindner. Mit der Einbringung der Lindner Washtech zählen nun auch Waschanlagen zum Portfolio der Erema Group. Auf der IFAT München im Mai stellten die beiden Unternehmen neue Technologien vor, die durch Datenaustausch zwischen Extruder und Waschanlage sowie intelligentes Energiemanagement die Effizienz und Wirtschaftlichkeit des Recyclingprozesses steigern sollen.
Konzernweit fertigte die Unternehmensgruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr laut Mitteilung 290 Extruder für das Kunststoffrecycling, ergänzt durch über 100 Einzelkomponenten wie Filtersysteme oder die Anti-Geruch-Technologie ReFresher. In mehr als 100 Ländern seien mittlerweile insgesamt rund 8.500 Maschinen und Komponenten des Firmenverbunds im Einsatz.
Großes Potential für die Zukunft sieht Erema beim Recycling des globalen Kunststoffaufkommens. Die weltweit produzierte Kunststoffmenge liegt dem Unternehmen zufolge derzeit bei etwa 400 Mio Tonnen pro Jahr – Tendenz steigend. Davon würden derzeit global nur etwa 9 Prozent recycelt. „Mit unserem Know-how und dem einzigartigen Produktportfolio innerhalb unseres Firmenverbunds schaffen wir für unsere Kunden den entscheidenden Wettbewerbsvorteil und treiben Kunststoffrecycling weltweit voran“, betont Manfred Hackl.
Die Erema-Gruppe umfasst derzeit die acht Tochterunternehmen Erema, Pure Loop, Plasmac, Keycycle, Lindner Washtech, Umac, Plasticpreneur und 3S. Sie beschäftigt rund 950 Mitarbeitende weltweit.




