Englands Bedeutung für den europäischen Abfallverbrennungsmarkt als Groß-Exporteur von Ersatzbrennstoffen (EBS) nimmt wieder zu. Nachdem die englischen EBS-Ausfuhren im Jahr 2022 noch auf ein Zehn-Jahres-Tief gefallen waren, sind sie nun das zweite Jahr in Folge auf den höchsten Stand seit 2020 gestiegen. Vor allem der EBS-Handel nach Schweden und Dänemark legte im vergangenen Jahr deutlich zu, wie aktuell von der britischen Environment Agency (EA) veröffentlichte Daten zeigen. Auch Deutschland importiert wieder mehr EBS, während die Lieferungen in die Niederlande nur noch knapp ein Siebtel der Mengen früherer Jahre betragen.
Nach Angaben der EA exportierte England im letzten Jahr insgesamt 1,71 Mio Tonnen RDF (refuse-derived fuel) bzw. die höherwertigere Ersatzbrennstoff-Qualität SRF (solid recovered fuel) sowie andere Verbrennungsabfälle aus der mechanischen Abfallbehandlung. Das waren 126.000 Tonnen mehr als 2023.
Mit 906.000 Tonnen ging mehr als die Hälfte der gesamten englischen EBS-Ausfuhren nach Schweden. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte das Land seine Einfuhren damit um 185.000 Tonnen auf einen neuen Rekordwert. Der skandinavische Nachbar Dänemark importierte mit 119.000 Tonnen ebenfalls rund 52.000 Tonnen mehr Ersatzbrennstoffe aus England als 2023.
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