England hat 2025 deutlich weniger Ersatzbrennstoffe (EBS) exportiert als im Jahr zuvor. Laut aktuell von der britischen Umweltbehörde veröffentlichten Daten summierten sich die Ausfuhren von Refuse derived fuel (RDF) bzw. von der höherwertigeren Ersatzbrennstoff-Qualität SRF (Solid recovered fuel) auf insgesamt 1,48 Mio. Tonnen. Das waren 223.000 Tonnen bzw. 13 Prozent weniger als 2024. Seit 2013 hat England nur im Jahr 2022 weniger Ersatzbrennstoffe exportiert.
Ihren Zenit hatten die englischen EBS-Exporte bereits vor einigen Jahren überschritten. In der Hochphase der Jahre 2016 bis 2018 lagen die Lieferungen auf das europäische Festland noch bei über drei Mio. Tonnen pro Jahr. Aufgrund des seither erfolgten Zubaus neuer Abfallverbrennungsanlagen in Großbritannien, aber auch wegen gestiegener Transportkosten waren die Exporte im letzten Jahrzehnt mit wenigen Ausnahmen stetig gesunken.
Mit Abstand größter Importeur von Ersatzbrennstoffen aus England ist seit einigen Jahren Schweden. Nach dem Rekordwert im Jahr 2024 sind die Lieferungen hierhin letztes Jahr allerdings um 127.000 Tonnen auf 779.000 Tonnen zurückgegangen. Die Niederlande als zweitwichtigstes Zielland importierte mit 172.000 Tonnen ebenfalls knapp 60.000 Tonnen weniger EBS aus England als im Jahr zuvor. Auch die Exporte nach Deutschland, Dänemark und Norwegen gingen jeweils um einen zweistelligen Prozentsatz nach unten.
Wie sich die EBS-Exportströme aus England im Einzelnen entwickelt haben und wer die größten Versender und Empfänger sind lesen Sie hier...



