
Im Januar 2023 hatte die Telekom die letzten 12.000 Telefonzellen und andere öffentliche Telefone außer Betrieb genommen und dies mit einem stark rückläufigen Bedarf begründet. Im Handyzeitalter sei keine Telefonzelle mehr nötig, um unterwegs jemanden anzurufen. Der Abbau der Telefonzellen zieht sich allerdings noch hin. Man gehe davon aus, ihn im Laufe dieses Jahres abschließen zu können, teilte der Konzern mit.
Nach Darstellung der Telekom liegt der langsame Abbau an der Komplexität der Prozesse sowie an der Bürokratie. „Die Standorte werden Schritt für Schritt zurückgebaut“, sagt eine Firmensprecherin. Hierbei könne die Firma nicht allein vorgehen, sondern sei auf die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Behörden angewiesen. „Vom regionalen Energieversorger über die Bauämter, Baufirmen und Recycling-Unternehmen sind viele Menschen, Firmen und Ämter am Rückbau beteiligt.“ Die Koordination sei aufwendig und werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Einst hatte es in Deutschland 160.000 öffentliche Telefone gegeben; diese Zahl sank mit den Jahren. Die letzten gelben Häuschen, die noch aus Bundespost-Zeiten stammten, verschwanden 2018. In vielen Städten sind aber noch die magentafarbenen Stelen, Telefonhäuschen und anderen Apparate der Telekom zu sehen, obwohl sie keine Funktion mehr haben und teils in desolatem Zustand sind. (dpa)



