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Steffi Lemke soll Bundesumweltministerin werden

Steffi Lemke
Die Bundestagsabgeordnete Steffi Lemke soll
neue Bundesumweltministerin werden.
26.11.2021 − 

Die grüne Bundestagsabgeordnete Steffi Lemke soll neue Bundesumweltministerin werden. Das haben die Grünen gestern am späten Abend bekannt gegeben.

Lemke lenkte als Bundesgeschäftsführerin elf Jahre lang die Geschicke der Grünen. Die 53-Jährige aus Sachsen-Anhalt trat nach der verlorenen Wahl 2015 mit dem gesamten Bundesvorstand zurück und kehrte in den Bundestag zurück. Dort widmete sie sich vor allem dem Umwelt- und Naturschutz, einer ihrer Schwerpunkte war der Kampf gegen die Zerstörung des Lebensraums Meer. Lemke studierte Agrarwissenschaftlerin und ist ausgebildete Zootechnikerin.

Streit zwischen den Parteiflügeln

Eigentlich wollten die Grünen ihre Kandidaten für die Ministerposten gestern Nachmittag präsentieren. Doch dann stritten sich die Parteiflügel der Grünen um die Besetzung der Posten - und es wurde später Abend. Das Ergebnis: Der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir soll in einer künftigen Bundesregierung mit SPD und FDP Landwirtschaftsminister werden. Der Kandidat des linken Flügels, Fraktionschef Anton Hofreiter, ist raus. Auch Co-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt soll nicht Teil des Kabinetts sein.

Dafür soll die derzeitige Umweltministerin in Rheinland-Pfalz, Anne Spiegel (Grüne), als Familienministerin Teil des Bundeskabinetts werden. Das Amt hatte sie bereits auf Landesebene inne.

Urabstimmung bei den Grünen beginnt

Einen Tag später als geplant beginnt an diesem Freitag die Urabstimmung der Grünen über den Koalitionsvertrag mit SPD und FDP. Die 125.000 Parteimitglieder können zudem elektronisch - oder falls nötig per Post - über die künftigen grünen Ministerinnen und Minister abstimmen.

Die Urabstimmung bei den Grünen soll nach früheren Angaben der Partei zehn Tage dauern. Für die Annahme des Koalitionsvertrags und die Zustimmung zum Personaltableau ist demnach eine einfache Mehrheit notwendig. Ein Quorum gibt es nicht. Bei SPD und FDP müssen noch Parteitage dem Koalitionsvertrag zustimmen. (dpa)

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