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Neue Verbrennungsanlage für Klärschlamm in Forchheim in Baden-Württemberg geplant

Klärschlamm Faultürme
Klärschlammentsorgung in Baden-Württemberg:
Neue Verbrennungsanlage in Forchheim?
05.05.2021 − 

In Baden-Württemberg könnte eine neue Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm errichtet werden. Der Abwasserverband Murg und der Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht wollen zusammen den "Klärschlammverwertung Zweckverband Südbaden (KZV)" gründen, heißt es in einer Ratsvorlage der Stadt Gaggenau. Der KZV Südbaden soll demnach in Forchheim am Kaiserstuhl eine Monoklärschlammverbrennungsanlage planen, bauen und betreiben.

Forchheim am Kaiserstuhl liegt knapp hundert Kilometer südlich von Gaggenau. Die Kosten für Transport gibt die Stadtverwaltung mit rund 24 € pro Tonne an. Die Verbrennungskosten hängen von der Größe der Anlage ab. Die Stadtverwaltung schätzt daher die Gesamtkosten für Transport und thermische Behandlung in der Monoklärschlammverbrennungsanlage auf 101 bis 128 € pro Tonne. „Dies entspricht den aktuellen Marktpreisen für die Klärschlammentsorgung ohne Phosphatrückgewinnung“, heißt es in der Ratsvorlage der Stadt Gaggenau.

Größe der geplanten KVA derzeit noch nicht bekannt

Zur geplanten Anlage selbst ist noch nicht allzu viel bekannt. Unter anderem über die Größe der Anlage hüllen sich die Verantwortlichen derzeit in Schweigen. Eine in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie habe ergeben, dass das Gelände einer Kläranlage des Abwasserzweckverbandes (AZV) Breisgauer Bucht in Forchheim aus technischer Sicht geeignet ist, heißt es in einem Strategiepapier des AZV von Mitte September. Grundsätzliche baurechtliche oder naturschutzrechtliche K.O.-Kriterien seien nach einer Vorprüfung durch das Regierungspräsidium Freiburg nicht zu erkennen gewesen. Die Investitionskosten gibt der AZV mit 25 bis 40 Mio € je nach Anlagengröße an.

Allerdings basieren die Angaben zu den Investitionskosten auf Berechnungen des Jahres 2018. Marktteilnehmer, die derzeit selbst Klärschlammverbrennungsanlagen errichten, berichten unabhängig von einander von stark gestiegenen Preisen bei den Anlagenbauern in Folge der großen Nachfrage. Aktuell dürften die Preise also deutlich höher sein als 2018.

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