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Stark verschlechterte Geschäftsbedingungen und sinkende Metallpreise drücken Recylex-Umsatz


Deutlich sinkende Umsätze im Blei-Geschäft.
14.02.2020 − 

Der finanziell angeschlagene Recylex-Konzern hat 2019 einen weiteren deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Wie das Unternehmen gestern bekannt gab, verringerte sich der Konzernumsatz bis zum 31. Dezember im Vorjahresvergleich um 16 Prozent auf 306 Mio €. 2018 hatte Recylex noch 365 Mio € Umsatz erzielt, 2017 450 Mio €. Grund für den Umsatzrückgang seien ungünstige bzw. teilweise stark verschlechterte Geschäftsbedingungen sowie sinkende Preise in den umsatzstärksten Konzernsparten Blei und Zink.

Ergebniszahlen veröffentlicht Recylex seit 2017 nicht mehr. Die jüngste Angabe zur Nettoverschuldung datiert vom 20. Dezember 2019 und beläuft sich auf 181 Mio €. Erste Priorität der Gruppe sei es daher, „nachhaltige Lösungen für alle Geschäftsbereiche zu entwickeln, um die Fortsetzung der Aktivitäten auch in Zukunft zu ermöglichen“, sagte Recylex-Vorstandsvorsitzender Sebastian Rudow bei der Vorlage der Umsatzzahlen. „In dieser Hinsicht verfolgen wir aktiv die Veräußerung von einzelnen Unternehmensteilen, für die bereits Interessensbekundungen vorliegen.“

Wie berichtet, will Recylex die deutschen Tochtergesellschaften Weser-Metall, PPM Pure Metals und Norzinco verkaufen. Damit kommt der Konzern Forderungen seiner Finanzpartner, u.a. des Rohstoffkonzerns Glencore, nach, die im Gegenzug zur Fortführung der Finanzierung des Konzerns bis Ende April 2020 „wesentliche Anpassungen“ des deutschen Teilkonzerns gefordert hatten.

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