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UMK: Wiederverwendung und stoffliche Verwertung von Kunststoffen steigern

Verbucht das Votum der UMK als ihren Erfolg: die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne)
Verbucht das Votum der UMK als ihren Erfolg: die
rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken
(Grüne)
09.11.2018 − 

Rheinland-Pfalz verbucht die heute zu Ende gegangene Umweltministerkonferenz in Bremen als Erfolg. „Die Umweltministerkonferenz folgt unserem Antrag, sich für eine Erweiterung der Ökodesignrichtlinie einzusetzen, um eine stärkere Wiederverwendung und stoffliche Verwertung von Kunststoffen zu erreichen", sagte Landesumweltministerin Ulrike Höfken.

Neben einer Ergänzung der von der EU-Kommission vorgelegten Liste der ersetzbaren Einwegkunststoffprodukte und Verwendung alternativer umweltfreundlicher Stoffe fordert die Umweltministerkonferenz ambitionierte Vorgaben in der Produktzusammensetzung für den Anteil wiederverwerteten Kunststoffs am Produkt. Geprüft werden soll, inwiefern in bestimmten Produkten ein Mindesteinsatz von Rezyklaten etwa in Baustoffen, Möbeln oder dem Kfz-Bereich oder eine Senkung des Kunststoffanteils möglich wäre, zum Beispiel in Autoreifen.

„Der Einsatz von Rezyklaten in Produkten muss stärker gefördert werden", appelliert Höfken an die Bundesregierung, um den Markt für Sekundärrohstoffe weiterzuentwickeln. Bislang mache die Nachfrage nach recycelten Kunststoffen innerhalb der EU-Mitgliedstaaten nur rund sechs Prozent der Kunststoffmenge in Europa aus. Die Hersteller sollten mehr Verantwortung für ihre Kunststoffprodukte übernehmen. „Wir brauchen europaweit einheitlich hohe Verwertungsquoten und dabei eine stärkere Standardisierung der Sortierung von Kunststoffabfällen. Darum fordern wir auch eine Markierungspflicht für bestimmte Kunststoffe, um sie besser identifizieren zu können", sagte Höfken.

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