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InwesD sieht weiterhin Deponiebedarf

Die in den letzten Jahren öffentlich diskutierten Sorgen vor Deponieengpässen haben laut Hartmut Haeming zu einem wachsenden Problembewusstsein geführt. Dennoch gebe es weiterhin Deponiebedarf.
Hartmut Haeming (Bild: AVG Köln)
14.06.2018 − 

Die in den letzten Jahren öffentlich diskutierten Sorgen vor Deponieengpässen und einem bevorstehenden Entsorgungsnotstand haben laut Hartmut Haeming zu einem wachsenden Problembewusstsein geführt. Dennoch gebe es weiterhin Deponiebedarf, sagte der Vorstandsvorsitzende der Interessengemeinschaft Deutsche Deponiebetreiber (InwesD) am Montag auf einer Konferenz in Berlin.

Zahlreiche Bundesländer seien mittlerweile bemüht, neuen Deponieraum zu schaffen, nachdem das Thema zuvor von der Politik lange Zeit stiefmütterlich behandelt worden war. Haeming präsentierte sein jährliches Update der Deponiesituation in Deutschland. Dieses zeigt: In einigen Bundesländern hat sich die Lage entspannt. Die Einführung der Mantelverordnung könnte die Deponiebelastungen für die Länder aber wieder verschärfen, warnte Haeming.

Als gutes Beispiel proaktiven Handelns nannte Haeming Niedersachsen. In den Vorjahren noch eines der größten Sorgenkinder bezogen auf die Restvolumen seiner DK I-Deponien, verfüge das Land nun wieder über bestandskräftig genehmigte DK I-Ablagerungskapazitäten in Höhe von etwa 12,4 Mio m³, woraus sich eine Restlaufzeit von über 12 Jahren ergebe. Lediglich regional (westlicher bzw. nordwestlicher Landesteil) bestehe noch immer Deponiebedarf. 

Haeming forderte die anderen Bundesländer auf, dem Beispiel Niedersachsens zu folgen. Den größten Deponiebedarf haben Haeming zufolge derzeit der Stadtstadt Hamburg, der über gar keine DK I-Deponie verfüge, sowie als Verbund Berlin und Brandenburg, deren DK I-Kapazitäten ohne Zubau bereits im nächsten Jahr aufgebraucht sein könnten. Ebenfalls tendenziell höheren Deponiebedarf (zumindest regional) hätten Rheinland-Pfalz, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. "Musterknabe der Nation" sei Mecklenburg-Vorpommern, wo landesweit Entsorgungssicherheit gewährleistet sei.

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Haeming: "Höheres Problembewusstsein für Kapazitäten, aber weiterhin Deponiebedarf"

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