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Studie: kaum Chancen für vollständige Eindämmung illegaler Altgeräteexporte

Elektroaltgeräte werden nicht immer - wie hier - einer geregelten Entsorgung zugeführt. Der illegale Export ist in naher Zukunft kaum einzudämmen, sagt eine Studie der StEP-Initiative.
Bildquelle: BMU / Rupert Oberhäuser
23.04.2013 − 

Der Unterbindung von illegalen Lieferungen alter Elektro- und Elektronikaltgeräte von Industriestaaten in Entwicklungsländer werden in naher Zukunft nur geringe Chancen eingeräumt. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine aktuelle Studie der StEP-Initiative (Solving the E-Waste Problem) zu den Ursachen und Hintergründen des weltweiten Altgerätestroms.

Der Export der Geräte in ärmere Staaten sei einfach zu lukrativ, da hohe Umweltstandards, Arbeitskosten und Steuern das Recycling des E-Schrotts in den Industriestaaten noch entscheidend verteuern, so das Fazit der Wissenschaftlerin Djahane Salehabadi von der Cornell University in Ithaca (New York). Der potentielle Wert der Altgeräte sei daher in den Entwicklungsländern relativ gesehen deutlich höher, so dass ein vollständiges Verbot solcher Lieferungen nicht realistisch erscheine.

Die unklaren Definitionen und Klassifizierungen von Alt- und Gebrauchtgeräten auf nationaler und internationaler Ebene würden dem Handel mit Altgeräten zwar genauso Vorschub leisten wie die weit verbreiteten Mängel bei der Durchsetzung der rechtlichen Vorgaben und der Kontrolle der Lieferungen. Letztlich seien aber vor allem die stärkeren Profitmöglichkeiten in Entwicklungsländern bei der Ausschlachtung der Altgeräte der entscheidende Antrieb, um die vorhandenen Schlupflöcher auch wirklich auszunutzen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in Ausgabe 17/2013 von EUWID Recycling und Entsorgung, die am Mittwoch als Printausgabe erscheint. Unsere Premium-Abonnenten können die Ausgabe ab sofort als E-Paper lesen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice.

 

 

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