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Zu hohe Kosten: DSD baut 50 Arbeitsplätze ab


DSD-Chef Michael Wiener:
„Schmerzliche, aber unumgängliche Einschnitte“.
25.05.2021 − 

Der Grüne Punkt baut Personal ab, um im Markt der dualen Systeme wettbewerbsfähig sein zu können. Am vorigen Freitag kündigte DSD-Chef Michael Wiener an, dass etwa 50 Arbeitsplätze in der Gruppe sozialverträglich abgebaut werden. „Wir sind gezwungen, an unseren Kostenstrukturen zu arbeiten, um unseren Kunden weiterhin ein preislich attraktives Angebot machen zu können“, betont Wiener.

Geschäftsführung und Betriebsrat haben nach seinen Angaben einen Sozialplan vereinbart. Die Sozialpartner seien sich darüber einig, dass eine Verschlankung des Unternehmens ohne Alternative ist. „Wir haben lange und intensiv verhandelt, aber wir haben gemeinsam eine faire und tragfähige Lösung gefunden“, sagte Wiener. „Die beschlossenen Maßnahmen bedeuten schmerzliche, aber unumgängliche Einschnitte. Ich bedaure insbesondere sehr, dass wir uns auch von langjährigen Mitarbeitern trennen müssen, die sich viele Jahre mit großem Engagement für den Grünen Punkt eingesetzt haben.“

Mit den beschlossenen Maßnahmen seien eine zukunftsfähige Aufstellung und damit die Sicherung der übrigen Arbeitsplätze möglich. „Der Grüne Punkt verfüge über einzigartiges Know-how und habe in den vergangenen Jahren in das Kunststoffrecycling investiert“, so Wiener.

Wie bereits berichtet, hat DSD nach dem Verlust von großen Lizenzkunden in den letzten Jahren bei einem aktuell auf nur noch knapp 17 Prozent geschrumpften Marktanteil zu viel Personal im Vergleich zu Wettbewerbern. 2019 hatte die DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG noch 501,8 Mio € Umsatz erzielt, davon entfielen knapp 390 Mio € auf Lizenzerlöse. Der Konzern schrieb 2019 mit 90.000 € einen minimalen Jahresüberschuss, nach einem Verlust von 1,1 Mio € im Jahr 2018. Die Gesamtzahl der Beschäftigten bei DSD lag nahezu unverändert bei 415.

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