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Zementindustrie wirbt für Aufnahme der Müllverbrennung in den Emissionshandel

Müllverbrennungsanlage
Auch die Müllverbrennung sollte am Emissionshandel
teilnehmen, findet die Zementindustrie.
09.11.2021 − 

Die Zementindustrie wirbt auf europäischer Ebene für eine Aufnahme der Müllverbrennung in das europäische Emissionshandelssystem (EU-ETS). In einer Stellungnahme des europäischen Verbandes Cembureau heißt es, dass die Abfallverbrennung zusammen mit anderen energieintensiven Sektoren in das bestehende Emissionshandelssystem aufgenommen werden sollte.

"Die Einbeziehung von Müllverbrennungsanlagen in das EU-Emissionshandelssystem ist von entscheidender Bedeutung, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen Zementöfen und Verbrennungsanlagen in Bezug auf den Zugang zu Abfällen zu schaffen", so Cembureau.

Kostenlose Zuteilungen stehen zur Disposition

Die Zementindustrie ist in den europäischen Emissionshandel einbezogen, die Betreiber von thermischen Abfallbehandlungsanlagen sind es nicht. Allerdings bekommen die Unternehmen für die Zementklinker-Herstellung einen großen Teil ihrer Zertifikate auf der Basis von produktbezogenen Benchmarks kostenlos zugeteilt. Für rund 80 Prozent der benötigten Zertifikate mussten die Zementhersteller in den vergangenen Jahren nach Auskunft der Deutschen Emissionshandelsstelle nichts bezahlen. Doch dieses System steht mit der anstehenden Reform des Emissionshandels zur Disposition.

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