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Zementindustrie will Klärschlamm verbrennen

Die Zementer wollen künftig mehr Klärschlamm verbrennen.
Zementwerk Allmendingen (Bild: Schwenk)
06.02.2018 − 

Klärschlamm kann auch in der Zementindustrie unter Einhaltung der neuen Klärschlammverordnung thermisch verwertet werden. Das sagte Erwin Schmidl von der auf alternative Brennstoffe für die Zementindustrie spezialisierten Beratungsgesellschaft White Label Tandem Projects (WLTP) bei der Berliner Abfallwirtschafts- und Energiekonferenz in der vergangenen Woche.

Die Mitverbrennung von Klärschlamm in Zementwerken sei auch unter den Bedingungen der neuen Klärschlammverordnung möglich. Und Zementwerke seien ähnlich wie Müllverbrennungsanlagen flächendeckend in Deutschland verfügbar.

Derzeit fristet die Mitverbrennung von Klärschlamm in der deutschen Zementindustrie noch eher ein Nischendasein. Rund 95.000 Tonnen Klärschlamm-Trockensubstanz verbrannten die Zementwerke in Deutschland im Jahr 2015 mit – etwa fünf Prozent des heimischen Aufkommens. Damit deckten die Zementer lediglich etwas mehr als ein Prozent ihres Energiebedarfs für die Klinkerherstellung.

Inzwischen hat jedoch die gesamte Branche den Einsatz von Klärschlamm als zusätzlichen alternativen Brennstoff auf dem Schirm: Laut Schmidl haben alle deutschen Zementhersteller bereits eine Genehmigung zur Mitverbrennung von Klärschlamm oder bereiten einen entsprechenden Antrag auf Klärschlammeinsatz als alternativen Brennstoff bei der Klinkerherstellung vor. Laut Schmidl könnte die Verbrennung von einer Mio Tonnen Klärschlamm-Trockensubstanz den Energiebedarf der deutschen Zementindustrie zu zehn Prozent decken.

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Auch die Zementindustrie bietet sich für thermische Verwertung von Klärschlamm an

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