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AGR erhält Erlaubnis für vorzeitigen Baubeginn zur ZDE-Deponieerweiterung


Durch Erweiterung der Zentraldeponie Emscherbruch
sollen 4,6 Mio m³ neue Ablagerungskapazität entstehen.
21.01.2021 − 

Die von der Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet (AGR) geplante Erweiterung der Zentraldeponie Emscherbruch (ZDE) rückt näher. Die Bezirksregierung Münster hat Anfang Januar dem von der AGR beantragten vorzeitigen Baubeginn für vorbereitende Teilmaßnahmen zugestimmt. Zwar seien die Prüfungstätigkeiten im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens noch nicht abgeschlossen und der Deponiebetrieb damit noch nicht zugelassen. Die bisherigen Prüfungen ließen aber erwarten, dass das Wohl der Allgemeinheit durch die Deponieerweiterung nicht beeinträchtigt werde und somit mit einer Entscheidung zugunsten der Vorhabenträgerin zu rechnen sei, heißt es in einer öffentlichen Bekanntmachung der Behörde.

Wie berichtet, will die AGR am Standort Emscherbruch rund 4,6 Mio Kubikmeter bzw. 5,9 Mio Tonnen zusätzliche Ablagerungskapazität der Deponieklassen I, II und III schaffen. Hierzu soll die Deponie im Nordbereich erweitert und in anderen Teilbereichen erhöht werden. Die AGR geht davon aus, dass die Verfülldauer – in Abhängigkeit von der angelieferten Jahresmenge – nach Erteilung der Planfeststellung und der Inbetriebnahme der Bereiche im DK-I-Bereich etwa fünf Jahre und im DK-II- sowie im DK-III-Bereich jeweils zehn Jahre betragen wird.

Die Deponieerweiterung ist umstritten. Nach Angaben der Bezirksregierung Münster wurde im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eine Vielzahl von Einwendungen, Anträgen und Stellungnahmen zu dem Vorhaben vorgetragen. Einem Teil der Vorträge der Betroffenen soll durch entsprechende Nebenbestimmungen und Auflagen im zu erwartenden Planfeststellungsbeschluss Rechnung getragen werden.

AGR: Ohne ZDE-Erweiterung droht Entsorgungsnotstand

Der jetzige Beschluss zum vorzeitigen Baubeginn erlaubt es der AGR unter anderem, im geplanten neuen DK-II-Ablagerungsbereich Rodungen sowie vorlaufende artenschutzrechtliche Maßnahmen vorzunehmen sowie die geotechnische Barriere und die Basisabdichtung zu errichten.

Wie die AGR in ihrem Antrag erläuterte, müssen die gefällten Bäume, das Wurzelwerk und das Schnittgut aus Artenschutzgründen bis spätestens Ende Februar entfernt worden sein. Könne dieser Zeitplan nicht eingehalten werden, seien die entsprechenden Arbeiten erst wieder im Oktober möglich. Dann könnte aber die rechtzeitige Bereitstellung der notwendigen Deponievolumina im nächsten Jahr nicht mehr sichergestellt werden. Die Entsorgungssicherheit für Abfälle der Deponieklasse II wäre in einem solchen Fall in der Region nicht mehr gewährleistet, heißt es.

So verfügte die ZDE laut AGR mit Stand Ende 2019 im bestehenden DK-II-Bereich nur noch über ein Restverfüllvolumen von 250.000 Kubikmetern, womit sich eine Restlaufzeit von ca. zwei Jahren ergebe. Das Restvolumen aller vier im Regierungsbezirk Münster betriebenen DK-II-Deponien betrug Mitte 2020 den Angaben zufolge noch 1,77 Mio Kubikmeter.

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