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Westfalen Weser Energie baut keine Klärschlammverbrennungsanlage


Die Klärschlämme aus den Kläranlagen in
Ostwestfalen gehen nicht in das WWE-Projekt
09.10.2019 − 

Der Energieversorger Westfalen Weser Energie (WWE) stellt sein Projekt zur Klärschlammverwertung ein. Die benötigten Mengen aus den Kommunen konnten nicht erreicht werden. Für die geplante Klärschlammverbrennungsanlage mit direkt angeschlossenem Phosphorrecycling hätte man mindestens 80.000 Tonnen Originalsubstanz benötigt, so WWE. Mit den bereits zugesagten und im besten Fall noch zu erwartenden Klärschlammmengen komme man aber auf lediglich zwei Drittel der erforderlichen Mindestmenge.

Ursprünglich hätten die Kommunen ihre Mengen noch bis Ende Oktober zusagen sollen. Da das Ziel aber offensichtlich nicht erreicht werden kann, hat WWE die Kommunen gebeten, die Befassung mit dem Projekt einzustellen.

Auch die Ausschreibung für das Projekt werde durch die Vergabestelle aufgehoben, erklärte das Unternehmen weiter. Ursprünglich wollte WWE das Projekt mit einem geplanten Investitionsvolumen von 50 bis 60 Mio € gemeinsam mit einem Partner umsetzen. Die Angebote der Bieter seien bereits am 1. Oktober eingegangen.

In der Region buhlt auch die Klärschlammkooperation Ostwestfalen-Lippe (OWL) um kommunale Klärschlammmengen. Noch bis Ende des Jahres können sich die Kommunen für das Konzept der Klärschlammkooperation entscheiden. Dann will sich das Bündnis mit einer europaweiten Ausschreibung einen Entsorgungspartner suchen. In Bielefeld plant der kommunale Anlagenbetreiber Interargem an der dortigen Müllverbrennungsanlage eine Mono-Klärschlammverbrennungsanlage anzudocken.

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