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Remondis-Geschäftsführer Wilms im Interview: „Wertstoffsammlung muss aufrechterhalten bleiben“


„Ohne Altpapier kein Toilettenpapier“,
verdeutlicht Remondis-Geschäftsführer
Wilms. (Bild: Remondis)
07.04.2020 − 

Remondis-Geschäftsführer Herwart Wilms nimmt im EUWID-Interview Stellung zu den Auswirkungen der Coronakrise auf die verschiedenen Abfallströme, geht auf die Maßnahmen ein, die Deutschlands größter Entsorger in der aktuellen Situation ergriffen hat, und zeigt auf, wie sich die Branche durch die Pandemie verändern könnte.

Herr Wilms, große Teile des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft liegen aufgrund der Corona-Pandemie lahm. Wo sehen Sie die stärksten Auswirkungen auf die Geschäfte und Dienstleistungen von Remondis und was kommt da noch auf das Unternehmen zu?

Zunächst müssen wir uns klar machen, dass wir es mit einer epidemiologischen Entwicklung zu tun haben, deren tatsächliche Dimension niemand voraussehen kann, weil uns schlichtweg eine verlässliche Datenbasis fehlt. Das heißt zum einen, dass die Effekte der aktuellen Situation – Stand heute – noch nicht vollumfänglich auf unser Geschäft durchschlagen, zum anderen, dass nicht vorhersehbar ist, wie die weitere Entwicklung sein wird. Was wir allerdings jetzt bereits beobachten können, sind unterschiedliche Auswirkungen in den Bereichen der Dienstleistungen der Daseinsvorsorge im Vergleich zur Rückgewinnung und vor allem Vermarktung von Rohstoffen wie Stahlschrotten.

Die Daseinsvorsorge gilt zurecht als systemrelevant. Hier wird alles getan, um die Erfassung von haushaltsnahen Wertstoffen und Abfällen – auch den gefährlichen – sicher zu stellen, was bisher vollständig gelingt. Gewerbe und Industrie sind national und international stark getroffen von der Krise, so dass es zu verminderter Produktion kommt, was sich vollständig auch bei uns widerspiegelt. Damit sind auch die Absatzmärkte für Recyclingrohstoffe betroffen. Dort muss sehr präzise hingeschaut werden, wo welche Produktionen sinken – aber auch, wo sie steigen. Dabei gelingt es dank der Kreislaufwirtschaft immer noch gut, Lieferketten aufrechtzuerhalten. Um es zu verdeutlichen: Ohne Altpapier kein Toilettenpapier.

Wie stark sind die Altpapiermengen bei den gewerblichen Kunden gesunken?

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Das vollständige Interview mit Herwart Wilms lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 15/2020. Die aktuelle Ausgabe enthält außerdem Berichte zur aktuellen Situation bei der Sammlung im Dualen System, der Lage auf dem Stahlschrottmarkt sowie zur Versorgung mit Altpapier, der Lage im Altholzbereich und den Mengen in der Müllverbrennung. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht das Interview bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

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