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ART Trier erzielt bessere Preise mit neuer Sortieranlage

Sortierhallen MBT Trier
Die neue Sortieranlage in Trier senkt Kosten und
steigert Einnahmen.
30.03.2021 − 

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Trier (ART) erzielt mit der neuen Nachsortieranlage für Reststoffe aus der mechanisch-biologischen Trocknungsanlage (MBT) deutlich bessere Preise am Entsorgungsmarkt und kann damit die Abfallgebühren stabilisieren. Das teilte der ART in der vergangenen Woche mit. Die neue Anlage sorgt seit einigen Monaten in Trier dafür, dass das getrocknete Abfallgemisch noch weiter getrennt und damit besser verwertet werden kann.

Bereits seit 2007 verwertet der Abfallzweckverband in Trier den Restmüll in der MBT. Dort wird der Abfall insbesondere zerkleinert und getrocknet. Für die Trocknung verwenden die Trierer die natürliche Rottewärme des Abfalls. Der so vorbehandelte Abfall habe noch eine Restfeuchte von weniger als zwölf Prozent und lasse sich optimal sortieren.

Bis zur Inbetriebnahme der neuen Sortieranlage hat der ART neben Eisen, Messing, Edelstahl und Kupfer auch Aluminium aussortiert. Übrig blieb ein Ersatzbrennstoff (EBS) mit dem Heizwert heimischer Braunkohle, der in Kraftwerken als Ersatz für fossile Brennstoffe zum Einsatz gekommen sei. Die energetische Verwertung des EBS sei durchschnittlich 100 € pro Tonne günstiger gewesen als die Verbrennung des unbehandeltem Restabfalls, so der ART. Durch die Vorbehandlung und Aussortierung der Metalle sei zudem die Masse um bis zu 40 Prozent reduziert worden.

Anlage sortiert Inertfraktion und trockene Biomasse aus dem Abfallgemisch heraus

Die neue Anlage ist eine Nachsortieranlage, die den vorbehandelten Abfall anhand der Korngröße in unterschiedliche Fraktionen sortiert. Nach der Metallabscheidung wird mit Hilfe eines Siebschnitts bei 40 Millimetern zunächst die Inertfraktion aussortiert, die auf die neben der Anlage gelegene Deponie verbracht wird. Ein weiterer Baustein der Aufbereitungstechnik separiert eine trockene Biomasse aus dem Abfallgemisch, der gegenwärtig in Kooperation mit den Stadtwerken Trier und der Kommunalen Klärschlammverwertung Region Trier auf ihre regionalen Verwertungspotentiale hin untersucht wird.

Durch diese umfassende Sortierung könne der ART einen größeren Absatzmarkt für die produzierten Brennstoffe erschließen. Darüber hinaus sei die neue Technik nicht nur in der Lage, unterschiedlichste Materialien auszusortieren, sie könne die Brennstoffe auch exakt auf die gewünschten speziellen Eigenschaften der jeweiligen Abnehmer konfigurieren, heißt es in der Mitteilung des ART. Im Ergebnis gehe es nicht mehr um die Verbrennung von Restabfall, sondern um die Generierung von Wertstoffen und Brennstoffen.

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