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Viele Recyclinghöfe trotz Corona-Beschränkungen weiter geöffnet


Die meisten Recyclinghöfe bleiben trotz des neuerlichen
Lockdowns geöffnet. (Symbolbild)
06.11.2020 − 

Trotz der neuerlichen Corona-Beschränkungen bleiben dieses Mal anders als im Frühjahr viele Wertstoff- und Recyclinghöfe in den kreisfreien Städten Schleswig-Holsteins geöffnet. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Abfallwirtschaftsbetrieben in Lübeck, Kiel, Neumünster und Flensburg.

Bislang sei die Situation in Neumünster entspannt, sagte Angelika Schiffer von der Bio-Abfall-Verwertungsgesellschaft Neumünster. Sollte der Kundenstrom stark zunehmen, dann werde die Zufahrt – wie schon im Frühjahr - begrenzt werden. „Unser Personal ist allerdings angewiesen, nicht mehr beim Entladen der angelieferten Abfälle mitzuhelfen, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können.“

Die drei Flensburger Recyclinghöfe sind nach Angaben des Technischen Betriebszentrums (TBZ) der Stadt weiterhin regulär geöffnet. „Selbstverständlich gilt auf allen Höfen eine Maskenpflicht für Mitarbeitende und Kunden“, sagte TBZ-Sprecher Geoffrey Warlies. Erweiterte Öffnungszeiten seien nicht geplant, da es im Frühjahr nur sehr vereinzelt zu längeren Wartezeiten gekommen sei, sagte er.

In Lübeck und Kiel sind die Recyclinghöfe nach Angaben der Betreiber weiterhin geöffnet. Aus Platzgründen sei allerdings bei zwei der vier Lübecker Annahmestellen mit Wartezeiten zu rechnen, sagte eine Sprecherin der Entsorgungsbetriebe Lübeck. Es darf jedoch nur eine begrenzte Zahl von Autos auf den Hof fahren.

Hamburger Recyclinghöfe nur in dringenden Fällen nutzen

In Hamburg hat die Stadtreinigung unterdessen dazu aufgerufen, die Recyclinghöfe in der Hansestadt nur für dringende Anlieferungen anzufahren. Man solle nur entsorgen, was unbedingt notwendig sei – etwa nach Umzügen oder Haushaltsauflösungen, sagte Sprecher Kay Goetze der Deutschen Presse-Agentur. Im Sinne des Infektionsschutzes seien alle anderen Entsorgungen nach Möglichkeit aufzuschieben.

Wegen der Pandemie gebe es mehr Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, sagte Goetze. Es dürfe nur eine begrenzte Anzahl von Kunden auf den Hof gelassen werden, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Deshalb könne es unter Umständen zu längeren Wartezeiten an den Abgabestellen für Sperrmüll, Wertstoffe oder Grünabfälle kommen.

Elf von zwölf Höfen in Hamburg seien aber normal geöffnet und die Besetzung sei wie immer, sagte er. Nur der Hof in Bahrenfeld sei wegen Baumaßnahmen noch bis Dezember geschlossen. (dpa)

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