|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Verdi und Remondis erzielen Einigung im Tarifstreit


Verdi berichtet von einem „tragfähigen Kompromiss“
mit Remondis.
12.06.2020 − 

Die Gewerkschaft Verdi und die Remondis Seenplatte Logistik haben bei den Tarifverhandlungen einen Durchbruch erzielt und sich auf ein vorläufiges Verhandlungsergebnis geeinigt. Remondis habe die fixierten Punkte der letzten Verhandlungsrunde am 5. Juni mit entsprechenden Zahlen am Mittwoch untermauert, teilte Verdi mit. Die Gewerkschaft betitelte dieses Angebot als den ersten verhandlungsfähigen Vorschlag, aus dem am Ende ein tragfähiger Kompromiss erarbeitet werden konnte.

„In dieser Verhandlung ist uns mittelfristig die tarifvertragliche Verschmelzung mit der Remondis Seenplatte, der Muttergesellschaft der Logistik, gelungen. Gleiches Geld für gleiche Arbeit wird mittelfristig auch bei Remondis in der Seenplatte gelten“, erklärte der Verdi-Verhandlungsführer Mathias Bialuch. Die Politik müsse nun nachziehen und für ähnliche Vertragsgrundlagen sorgen, forderte Bialuch.  „Gleiches Geld für gleiche Aufträge in einem Landkreis würde zukünftig die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten deutlich verbessern“, so Bialuch weiter.

Gremien bei Verdi müssen noch zustimmen

Der vorläufige Tarifabschluss steht nach Angaben von Verdi unter dem Vorbehalt der Gremienabstimmung. In der kommenden Woche sollen die Musterverträge erarbeitet und den Verdi-Mitgliedern vorgestellt werden. Über die Details des vorläufigen Ergebnisses wurde laut der Gewerkschaft Stillschweigen vereinbart. Bei der Remondis Seenplatte Neubrandenburg erhält ein Fahrer nach sechs Jahren im Betrieb laut Verdi einen Stundenlohn von 13,51 €.

Vor den letzten Tarifrunden lagen die beiden Verhandlungspartner weit auseinander. Am 26. Mai waren die Beschäftigten der Remondis Seenplatte Logistik GmbH in einen eintägigen Streik getreten. Remondis bot zuvor eine Tariferhöhung von durchschnittlich 1,75 Prozent und abhängig von der jeweiligen Entgeltstufe bis zu etwa drei Prozent pro Jahr an. Verdi forderte hingegen zuletzt eine Erhöhung des Stundenlohn um etwa drei € auf 14 € nach sechs Jahren im Betrieb für Fahrer sowie eine dementsprechend prozentual angeglichen Tariftabelle.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Uni Köln untersucht Stand der Digitalisierung bei Entsorgern

Erneut mehr Abfall durch Bauboom in Deutschland  − vor