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Verbrennungsmarkt: Zeichen stehen auf Entspannung

Der MVA-Markt hat sich ein wenig entspannt.
Der MVA-Markt hat sich ein wenig entspannt.
29.11.2019 − 

Die Behandlungspreise für gemischte Siedlungsabfälle in Deutschland sind in der zweiten Jahreshälfte noch einmal leicht gestiegen, insgesamt ist es jedoch im Vergleich zum Sommer jahreszeitlich bedingt etwas ruhiger geworden. Der Druck im Markt ist allerdings nach wie vor hoch, die Höfe der Entsorger voll und die Zwischenlager noch immer gut gefüllt.

"So ein Jahr wie 2019 habe ich noch nicht erlebt", resümierte ein Anlagenbetreiber aus dem Norden Deutschlands. Doch die regional zum Teil sehr angespannte Lage hat sich zum Ende des Jahres ein wenig entspannt. "Gut ist es nicht, nur etwas weniger schlimm. Aber vielleicht hat sich auch nur die Schmerzgrenze bei uns allen etwas verschoben."

Weniger Importe, mehr Exporte

Marktteilnehmer begründen die Entwicklung unter anderem mit rückläufigen Importen, steigenden Exporten sowie eine im Vergleich zum Sommer bessere Anlagenverfügbarkeit.

Auch insgesamt stehen die Zeichen eher auf Entspannung. Das hat weniger mit rückläufigen Mengen im Inland zu tun - die konjunkturelle Delle ist am Entsorgungsmarkt bislang nicht angekommen. Auch die Gewerbeabfallverordnung führt bislang zu keiner effektiven Entlastung. Vielmehr sind es Entwicklungen im europäischen Ausland sowie die zunehmende transnationale Vernetzung des Entsorgungsmarktes, die zu einer von vielen Marktteilnehmern herbeigesehnten Entlastung führen könnten.

Der Entsorgungsmarkt für Siedlungsabfälle erscheint inklusive Preistabelle in Ausgabe 49/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung. Abonnenten unserer Premium-Angebote steht der Marktbericht ab sofort in unserem Märkte-Bereich zur Verfügung.

Entsorgungsmarkt für Siedlungsabfälle

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