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Verbrauchern fehlt es an Detailwissen über Mülltrennung


Viele Bürger bevorzugen Verpackungen aus Rezyklaten.
20.11.2020 − 

Viele Verbraucher in Deutschland wünschen sich nähere Informationen zur Mülltrennung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Dualen Systeme. Auch wenn ein Großteil der Bevölkerung zumindest grundlegend weiß, wie Mülltrennung funktioniert, fehle es fast 60 Prozent noch an Detailwissen über die richtige Trennung von Verpackungen, Restmüll, Papier und Glas, erklärt die Initiative „Mülltrennung wirkt“. In der Gruppe der 16- bis 24-Jährigen ist der Bedarf nach Detailwissen sogar noch etwas stärker ausgeprägt.

Das fehlende Detailwissen über die richtige Trennung von Verpackungen und Restmüll spiegele sich auch in einer hohen Fehlwurfquote wider, heißt es von der Initiative der Dualen Systeme weiter. Durchschnittlich 30 Prozent falsch entsorgter Abfall im Gelben Sack oder in der Gelben Tonne würden das Recycling wertvoller Rohstoffe erschweren oder gar verhindern. „Die Menschen wollen ihren Abfall richtig trennen, brauchen dafür aber noch mehr Informationen“, begründet Axel Subklew, Sprecher der Kampagne „Mülltrennung wirkt“, die hohen Fehlwurfquoten.

Mülltrennung für viele aus Klimaschutzgründen wichtig

Gleichzeitig stellt nämlich für rund 80 Prozent der Befragten eine bessere Mülltrennung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz dar. Rund ein Drittel ist Mülltrennung im Sinne des Klimaschutzes sogar sehr wichtig.

Die Umfrage zeigt auch, dass aus Recyclingmaterial bestehende Verpackungen zunehmend im Trend liegen. So geben 40 Prozent der Befragten an, auf jeden Fall Verpackungen aus 100 Prozent Recyclingmaterial zu bevorzugen. Weitere 43 Prozent würden dies „sehr wahrscheinlich“ tun. Lediglich für 16 Prozent spielt der Rezyklatgehalt von Verpackungen keine Rolle.

„Damit möglichst viele Verpackungen aus Recyclingmaterial hergestellt werden können, muss im ersten Schritt der Müll richtig getrennt werden – nur so schließt sich der Kreis. Dazu kann jeder im eigenen Haushalt seinen Beitrag leisten“, betont Subklew.

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