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Veolia und EEW verwerten Braunschweiger Klärschlamm in Helmstedt

Neben der MVA Helmstedt wird die Mono-Klärschlammverbrennungsanlage errichtet.
Neben der MVA Helmstedt wird die
Mono-Klärschlammverbrennungsanlage errichtet.
11.10.2019 − 

Die Veolia-Tochter TVF und der Anlagenbetreiber EEW entsorgen künftig den Klärschlamm aus Braunschweig. Wie EEW mitteilte, haben die beiden Unternehmen nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren vom Abwasserverband Braunschweig (AVB) den Zuschlag erhalten. EEW und TVF werden demnach von 2021 bis 2030 die jährlich bis zu 16.000 Tonnen Klärschlamm-Originalsubstanz aus Braunschweig entsorgen und in der zukünftigen Monoverbrennungsanlage von EEW in Helmstedt verwerten.

Veolia hatte den Angaben zufolge bereits die Ausschreibung 2017 gewonnen und entsorgt seitdem Klärschlämme für den AVB. Neben ihrer Erfahrung mit dem Transport und der thermischen Verwertung von Klärschlämmen verfügen Veolia und EEW auch über das Know-how für die Rückgewinnung von Phosphor aus der Klärschlammasche, heißt es in der Mitteilung.

Kooperation von Veolia und EEW

"Mit der Kooperation bieten Veolia und EEW den Kommunen, die die Klärschlämme nicht mehr landwirtschaftlich verwerten dürfen, einen nachhaltigen Entsorgungsweg", sagte EEW-Geschäftsführer Bernard Kemper. "Die Lösung ist für den Abwasserverband Braunschweig wesentlich günstiger und risikoärmer als eine Investition in eine eigene Verwertungsanlage", so Veolia- und TVF-Geschäftsführer Laurent Hequet.

Die auf eine Kapazität von 160.000 Klärschlamm-Originalsubstanz ausgelegte Monoverbrennungsanlage in Helmstedt wird voraussichtlich die erste im Land Niedersachsen sein und etwa 20 Prozent des dort anfallenden Klärschlamms verwerten können. Bis zur Inbetriebnahme der neuen Monoverbrennungsanlage im Jahr 2021 werden die Klärschlämme in der MVA Helmstedt mitverbrannt.

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