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Klärschlamm-Entsorgung: Veolia-Tochter TVF und LAV schließen sich zusammen

v.l.: Matthias Hoger, bisheriger Geschäftsführer der LAV, und Veolia-Geschäftsführer Laurent Hequet
v.l.: Matthias Hoger, bisheriger Geschäftsführer der LAV,
und Veolia-Geschäftsführer Laurent Hequet
13.11.2019 − 

Veolia und die LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt wollen Klärschlämme künftig gemeinsam verwerten. Wie Veolia mitteilte, haben sich die LAV und die zur Veolia-Gruppe gehörende TVF Waste Solutions zur Veolia Klärschlammverwertung Deutschland GmbH zusammengeschlossen. Demnach hält die Veolia Wasser Deutschland GmbH 73,5 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen, die LAV 26,5 Prozent. Sitz des Unternehmens, das rund 120 Mitarbeiter beschäftigt, ist Markranstädt bei Leipzig.

„Durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen können wir am Klärschlamm-Entsorgungsmarkt mehr bewegen und damit auch langfristig kommunalen Kläranlagenbetreibern und Industrieunternehmen effiziente und nachhaltige Lösungen für eine ressourcenschonende Verwertung ihrer Klärschlämme bieten“, sagte Veolia-Geschäftsführer Laurent Hequet. Er wird zusammen mit Matthias Hoger, dem bisherigen Geschäftsführer der LAV, die Geschäfte der Veolia Klärschlammverwertung Deutschland leiten.

Klärschlamm als Ersatzbrennstoff

„Wir sind bereits heute bei der Entwicklung von Technologieketten, mit denen Klärschlamm zum umweltfreundlichen Ersatzbrennstoff aufbereitet, nachhaltig verwertet und darin enthaltene Ressourcen wie Phosphor zurückgewonnen werden können, stark aufgestellt. Künftig wollen wir auf diesem Gebiet gemeinsam forschen, neue innovative Techniken etablieren und so den Ressourcenschutz in Deutschland vorantreiben“, erklärte Hoger.

Veolia plant eigenen Angaben zufolge in Schönebeck an der Elbe den Bau einer Phosphorrückgewinnungs- und Klärschlammtrocknungsanlage, die mit regenerativer Energie betrieben wird. Zudem kooperiert der Umweltdienstleister mit dem Bergbaubetreiber Leag in Boxberg in der Oberlausitz, wo ab 2021 mit der Abwärme des Kraftwerks der Leag Klärschlämme getrocknet werden sollen.

Von der Fusion betroffen ist auch die HVT Handel Vertrieb Transport GmbH, einer bisherigen hundertprozentigen Tochter der LAV. Das auf Logistik und Entsorgung spezialisierte und ebenfalls in Markranstädt ansässige Unternehmen ist mit dem Zusammenschluss nun eine hundertprozentige Tochter von Veolia Klärschlammverwertung Deutschland. Das neue Unternehmen entsorgt und verwertet nach Angaben von Veolia mehr als 550.000 Tonnen Klärschlamm jährlich, unter anderem aus Kläranlagen in Berlin, Dresden und Leipzig. Im vergangenen Jahr setzten die Unternehmen LAV, HVT und TVF insgesamt rund 42 Mio € um, heißt es in der Veolia-Mitteilung weiter.

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