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TM-Gruppe investiert neu in das Folienrecycling


LDPE-Regranulat (Bild: AFA Nord GmbH)
22.02.2019 − 

Die Mensing-Gruppe wird neu in das Recycling von LDPE-Folienabfällen in Hohenwestedt investieren. Dafür werde der Standort in Niederlangen zur Aufbereitung von Agrarfolien zum Februar 2020 geschlossen, sagte Andreas Mensing. Im Sommer 2018 hatte die TM-Tochter AFA Nord GmbH dort die ehemalige Lankhorst Recycling Deutschland GmbH übernommen. Wie der Gesellschafter der TM Recycling weiter sagte, hätten der extrem schlechte Zustand der Anlagentechnik und das für Agrarfolienrecycling komplett falsche Anlagenkonzept keine andere Entscheidung zugelassen.

Die Planung für den Standort Hohenweststedt ist nahezu abgeschlossen. Der Betrieb solle im Herbst 2020 aufgenommen werden. Laut Mensing werden rund 7 Mio € in neue Hallen und Anlagentechnik investiert. TM werde sich auch weiterhin auf schwieriger zu recycelnde Qualitäten wie Mulch-, Stretch- und Silagefolien konzentrieren.

Mensing geht davon aus, dass sich die asiatischen Märkte beim Kunststoffrecycling künftig stärker erholen. TM wolle mit der Investition in Deutschland etwas unabhängiger von dieser Entwicklung sein. Mit der neuen Recyclinganlage werden nach seinen Angaben ca. 40 Arbeitsplätze geschaffen, um ca. 10.000 Tonnen Regranulat im Jahr zu produzieren. Die AFA Nord werde dann die komplette Produktion von dunklen Regranulaten übernehmen, während sich die neue Anlage auf klare, transluzente, weiße und hellbunte Regranulate konzentriere.

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