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Suez startet neue LVP-Sortieranlage

09.05.2019 − 

Der Entsorger Suez Recycling Süd hat Anfang Mai seine neue Sortieranlage für Leichtverpackungen im baden-württembergischen Ölbronn übernommen. Die über 30 Mio € teure Anlage sortiert im Dreischichtbetrieb jährlich rund 100.000 Tonnen Leichtverpackungen, die im Umkreis von etwa 150 Kilometern für die Dualen Systeme gesammelt werden. Wie Geschäftsführer Jochen Zickwolf sagte, sei die Anlage voll ausgelastet. Insgesamt wurden 50 Arbeitsplätze geschaffen.

Laut Zickwolf werden 14 unterschiedliche Wertstofffraktionen, darunter neun verschiedene Kunststofffraktionen erzeugt. Die Recyclingquote liege bei knapp 54 Prozent. Suez setzt auf eine weitgehend automatisierte Sortiertechnik mit 21 kamerabasierten Nahinfrarot-Trennern sowie einer vollautomatisierte Verwiegung und Verpressung der sortierten Wertstoffe. Wie Zickwolf erklärte, werde in den nächsten Monaten auch ein Sortiersystem für schwarze Kunststoffe nachgerüstet. Suez setzt dabei wie bei den Nahinfrarot-Trennern auf ein neues Aggregat des französischen Herstellers Pellenc ST.

Europaweit einmalig für eine Sortieranlage ist Zickwolf zufolge die Materialanlieferung in einen 9.000 Quadratmeter großen, acht Meter tiefen Bunker. Die Zwischenlagerung im Tiefbunker sorge für eine höhere Arbeitssicherheit durch eine klare Trennung zwischen Anlieferverkehr, Inputmanagement und Anlagenbeschickung. Ein Elektrobagger beschickt aus dem Tiefbunker die über 200 Förderbänder in der Sortierhalle.

Suez baut zudem auf ein innovatives Brandschutzkonzept, das sogenannte Hotspots automatisch erkennt und gezielt bekämpft, noch bevor große Brände überhaupt entstehen können. Außerdem sind Tiefbunker und Sortieranlage über eine Brandwand mit automatisch schließendem Brandschott voneinander getrennt.

Wie berichtet, sind die Erweiterungspläne des Unternehmens noch nicht abgeschlossen: In Überlegung ist der Bau einer Kunststoffaufbereitung für sieben bis acht Mio €. Ob diese Anlage ebenfalls in Ölbronn errichtet werden soll, ließ Geschäftsführer Zickwolf offen. Zunächst werde mit potentiellen Kunden gesprochen, welche die Wertstoffe abnehmen sollen.

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