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Suez beendet thermische Bodenbehandlung in Herne


Die Herner Bodenbehandlungsanlage läuft
nur noch bis zum Jahresende.
03.08.2020 − 

Die Suez RR IWS Remediation GmbH stellt zum Ende dieses Jahres den Betrieb der thermischen Bodenbehandlungsanlage in Herne ein. Das habe der französische Mutterkonzern Suez beschlossen, teilte Geschäftsführer Theodor Bonkhofer auf Nachfrage mit und bestätigte damit entsprechende Berichte lokaler Medien. Grundlage für die Entscheidung seien ausschließlich wirtschaftliche Gründe. „Die Produktion in Herne war in der Vergangenheit niemals ausreichend profitabel“, so Bonkhofer.

Details zum jüngsten Geschäftsverlauf wurden nicht gemacht. Im letzten im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 weist die Herner Suez-Tochter einen Verlust von 780.000 € bei Umsatzerlösen von 6,6 Mio € aus. 2017 blieb bei Umsätzen von 8,1 Mio € noch ein Gewinn von 370.000 €.

In der thermischen Behandlungsanlage Herne werden seit mehr als 20 Jahren kontaminierte Böden, bodenähnliche Abfälle und Bauschutt mittels Pyrolyse gereinigt. Im Juli 2018 erteilte die Bezirksregierung Arnsberg die Genehmigung zur Erweiterung der Anlagenkapazität von 48.000 auf 65.000 Tonnen pro Jahr. Wie hoch der Jahresdurchsatz in den letzten Jahren tatsächlich lag, wollte das Unternehmen auf Nachfrage nicht sagen. Auf der Firmenhomepage ist von „über 40.000 Tonnen“ die Rede. 

Nach Corona-Produktionsstopp geht die Anlage diese Woche wieder in Betrieb

Im aktuellen Jahr dürfte der Durchsatz allerdings noch geringer ausfallen. Wie Bonkhofer erläuterte, kam es in den vergangenen Monaten wegen der Corona-Pandemie zu einem vorübergehenden Produktionsstopp. Erst in dieser Woche werde der Anlagenbetrieb wieder aufgenommen.

Zur zukünftigen Nutzung der Bodenbehandlungsanlage bzw. der Nutzung des Herner Standorts hielt sich Suez bedeckt. „Es stehen noch interne Entscheidungen aus bzw. werden Verhandlungen mit Interessenten geführt. Diese dauern gegenwärtig noch an“, so Bonkhofer. Für die laut Firmenhomepage 27 Mitarbeiter des Unternehmens wurde den Angaben zufolge zusammen mit dem Betriebsrat ein Sozialplan ausgearbeitet und abgeschlossen.

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