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Stadtreinigung Hamburg kauft Müllverbrennungsanlage MVR

MVR
Die SRH hat die MVR vollständig übernommen.
20.02.2020 − 

Die Stadtreinigung Hamburg (SRH) wird alleinige Eigentümerin der Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm (MVR). Wie die Stadtreinigung mitteilte, sind die Verträge zwischen der SRH und Vattenfall heute notariell beglaubigt worden. Der SRH-Konzern hält seit 2014 bereits 45 Prozent der Gesellschaftsanteile an der MVR und übernimmt jetzt die restlichen 55 Prozent der Anteile vom bisherigen Mehrheitseigentümer Vattenfall. Die MVR ist seit 1999 in Betrieb und kann pro Jahr etwa 320.000 Tonnen Abfall verbrennen.

Die Transaktion muss noch vom Aufsichtsrat der SRH und durch das Bundeskartellamt genehmigt werden. Daher konnte die SRH nach eigenen Angaben Details des Vertrages noch nicht mitteilen. 

"Wir sind gleichermaßen froh und stolz, dass wir die langen Verhandlungen mit Vattenfall endlich erfolgreich abgeschlossen haben", sagte SRH-Geschäftsführer Rüdiger Siechau. "Als Alleineigentümerin können wir die Entsorgung Hamburger Siedlungsabfalls jetzt noch flexibler und unabhängiger gestalten." Seit 1999 ist die MVR mit jährlich 320.000 t Abfall aus Hamburg und vier angrenzenden südlichen Landkreisen Niedersachsens beliefert und ausgelastet worden."

Umweltsenator in Hamburg begrüßt die Übernahme der MVR

Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) begrüßte den Kauf der Müllverbrennungsanlage. „Mit dem Erwerb der MVR im Verbund mit der bereits im Jahre 2014 erworbenen Müllverwertung Borsigstraße (MVB) und dem geplanten Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) wird für die Hamburger Gebührenzahler auch künftig die thermische Verwertung ihrer Abfälle zu sehr wirtschaftlichen Kosten gewährleistet", so Kerstan.

Darüber hinaus werde bei der Verbrennung in allen drei Anlagen Wärme erzeugt, die wesentlich zur klimafreundlichen Fernwärmeversorgung der Haushalte und des Gewerbes in Hamburg beiträgt. "Mit der MVR in komplett städtischer Hand können wir gezielter und unabhängiger den Energiepark Hafen steuern und planen, der das alte Kohlekraftwerk in Wedel klimafreundlich ersetzen wird", sagte Kerstan weiter.

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