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Spatenstich für neue Bioabfall-Vergärungsanlage von MVV in Bernburg an der Saale

Bioabfall-Vergärungsanlage Bernburg Visualisierung
So soll sie aussehen, die Bioabfall-Vergärungsanlage von
MVV in Bernburg an der Saale.
07.12.2020 − 

Der Mannheimer Energieversorger MVV hat am Montag den symbolischen ersten Spatenstich für die geplante Bioabfall-Vergärungsanlage in Bernburg an der Saale in Sachsen-Anhalt getätigt. Bereits im kommenden Jahr will MVV die rund 20 Mio € teure Anlage in Betrieb nehmen. Das erzeugte Bioerdgas soll künftig in das Gasnetz der Stadtwerke Bernburg eingespeist werden und dort fossiles Erdgas substituieren.

Aus Sicht von MVV-Technikvorstand Hansjörg Roll wird Bernburg mit der Erzeugung von umweltfreundlichem Biogas zu einem Vorreiter der Energiewende. „Die erneuerbare Energie ist praktisch hausgemacht“, sagte Roll weiter. Tatsächlich will MVV nach eigenen Angaben rund 33.000 Tonnen Bioabfall in der neuen Anlage vergären. Das ist weniger, als in der unmittelbaren Umgebung der Anlage anfällt. Nach Angaben der Mannheimer fallen in einem Umkreis von 50 Kilometern pro Jahr rund 40.000 Tonnen Biomüll an.

Bioabfälle werden bisher offen kompostiert

Bislang sind die Bioabfälle offen kompostiert worden – eine vergleichsweise klimaschädliche Behandlungsmethode, weil bei der Kompostierung Treibhausgase entstehen, die durch das offene Verfahren ungehindert in die Atmosphäre entweichen. Die neue Anlage soll allein durch das geschlossene Vergärungsverfahren 7.900 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Unter Luftabschluss zersetzen Bakterien in der Anlage den organischen Abfall, ohne dass Gas in die Atmosphäre entweicht. Sämtliche Behälter der Anlage sind gas- und geruchsdicht. Ein leistungsfähiges Absaugverfahren reinigt sowohl den Annahmebereich als auch die Hallenluft. Die gesamte Abluft wird mit einem Biofilter gereinigt.

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