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SGD Süd genehmigt Altholzkraftwerk von Boehringer

Altholzkraftwerk
Die SGD Süd hat das Altholzkraftwerk von
Boehringer in Ingelheim genehmigt (Symbolbild).
20.10.2021 − 

Für den Bau des Biomasseheizkraftwerks von Boehringer auf dem Werksgelände in Ingelheim hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) die immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt. Das Kraftwerk soll im Juni 2023 seinen Betrieb aufnehmen, Prozess- und Heizdampf sowie elektrischer Energie erzeugen und das bestehende, in die Jahre gekommene Heizkraftwerk ersetzen, teilte die Behörde mit.

Wie bereits anlässlich des offiziellen Spatenstichs im September berichtet, wird die Anlage jährlich rund 100.000 Tonnen Altholz einsetzen. Bereits im März 2021 hatte die SGD Süd dem vorzeitigen Baubeginn zugestimmt.

Altholz soll aus dem Rhein-Main-Gebiet stammen

Das Altholz soll dabei aus dem Rhein-Main-Gebiet stammen und nach "strengen" Qualitätsstandards kontrolliert werden, wodurch sichergestellt werde, dass der Fremdstoffanteil weit unter den gesetzlichen Mindeststandards liege. Dann sollen die CO2-Emissionen des Standorts im Vergleich zum Einsatz von fossilen Energieträgern um rund 50.000 Tonnen im Jahr reduziert werden. Das entspreche einer Einsparung von bis zu 80 Prozent, schätzt das Unternehmen. Die Gesamtfeuerungsleistung des Biomassekessels liegt Unternehmensangaben zufolge bei 55 MW.

Der Bau des Kraftwerks ist laut Boehringer Teil eines Investitionsprogramms im Umfang von insgesamt 205 Mio € für nachhaltige Infrastrukturprojekte. Eine genaue Investitionssumme für das Biomasseheizkraftwerk wollte das Unternehmen auf Anfrage nicht nennen.

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