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Schrottwirtschaft: BDSV und bvse verhalten optimistisch

BDSV und bvse blicken verhalten optimistisch auf die Schrottwirtschaft in 2019.
BDSV und bvse blicken verhalten optimistisch auf die
Schrottwirtschaft in 2019.
18.04.2019 − 

Die Stahlindustrie und mit ihr die Schrottwirtschaft bewegen sich in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld: Geopolitische Verwerfungen durch weltweite Marktabschottungen in Form von Schutzzöllen, die türkischen Wirtschafts- und Währungsturbulenzen, chinesische Importrestriktionen für Abfälle, die anhaltende Brexit-Problematik, der Fachkräftemangel, die Dieselkrise und Schwierigkeiten bei der Einführung des neuen Abgasprüfstandards WLTP – all das beeinflusst das Marktgeschehen und trägt zu einer hohen Verunsicherung der Marktteilnehmer bei.

Überraschend positiv fällt das Fazit der deutschen Stahlrecyclingverbände in ihrer heute veröffentlichten Stahlschrottbilanz 2018 aus. „Die Schrottwirtschaft kann insgesamt auf ein gutes Jahr zurückblicken“, erklärte bvse-Vizepräsident Sebastian Will. Und auch die Aussichten für das laufende Jahr 2019 beurteilt die BDSV verhalten optimistisch.

Zwar habe sich die Grunddynamik der deutschen Wirtschaft verlangsamt. Noch befinde sich Deutschland – wenn auch abgeschwächt – aber auch 2019 im Wachstumsmodus, konstatieren Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) und der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) in parallel veröffentlichten Pressemitteilungen.

Der bvse weist darauf hin, dass insbesondere die Baukonjunktur weiterhin boomt, sodass die Auslastung der entsprechenden Zulieferanten weiter positiv sein werde. Zudem ließen die in diesem Jahr wieder steigenden Zulassungszahlen der Automobilhersteller darauf hoffen, dass sich die Lage stabilisiere. Alles in allem erwarte die deutsche Schrottwirtschaft daher bei unveränderter Auslastung der Stahlwerke in diesem Jahr eine entsprechende Schrottnachfrage.

Und auch die weitere Zukunft des Sekundärrohstoffs Stahlschrott lässt sich laut BDSV insgesamt positiv beurteilen. Denn zur Erreichung einer CO2-armen Stahlproduktion werde der Einsatz von Stahlschrott immer mehr an Bedeutung gewinnen. Im Jahr 2018 konnten in Deutschland durch den Einsatz von rund 24 Mio Tonnen Stahlschrott in Stahlwerken und Gießereien den Angaben zufolge bereits CO2-Emissionen in Höhe von rund 36 Mio Tonnen eingespart werden.

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