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Scholz verkauft dänische Tochter Uniscrap an Hansen


Die von Scholz verkaufte Uniscrap hat im letzten Jahr
insgesamt 113.000 Tonnen Schrott verarbeitet.
29.01.2021 − 

Der Stahlschrottrecycler Scholz trennt sich von seiner dänischen Tochterfirma Uniscrap. Käufer ist die dänische Firma HJ Hansen Recycling Industry Ltd., die sämtliche Anteile der Uniscrap Ltd. erwirbt. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht.

Die Veräußerung von Uniscrap folge einer kritischen Neubewertung der jahrelangen Bemühungen, Uniscrap zu transformieren und in die Scholz-Gruppe zu integrieren, erklärte das Essinger Unternehmen auf Nachfrage. Trotz zahlreicher operativer und struktureller Verbesserungen, die Scholz in den letzten Jahren mit Uniscrap umgesetzt habe, sei es nicht gelungen, die Wettbewerbsfähigkeit von Uniscrap signifikant zu verbessern, ohne erheblich investieren zu müssen. Die Rendite wäre nur minimal ausgefallen. Daher sei man bei Scholz zu dem Schluss gekommen, dass Uniscrap mit einem größeren lokalen Marktteilnehmer eine bessere Zukunft haben könnte.

Uniscrap betreibt aktuell vier Standorte in Dänemark mit insgesamt 34 Mitarbeitern. Die Niederlassungen befinden sich in Taulov im östlichen Teil der Halbinsel Jütland mit Zugang zum Tiefseehafen sowie in den Städten Aalborg, Thisted und Hasselager. Uniscrap betreibt unter anderem zwei Großscheren und hat laut Scholz im letzten Jahr insgesamt rund 113.000 Tonnen FE- und NE-Schrott verarbeitet.

Umsatz von HJ Hansen Recycling steigt durch Übernahme auf 300 Mio €

HJ Hansen Recycling ist Teil der Hansen-Gruppe mit Hauptsitz in Odense. Das Familienunternehmen, dessen Wurzeln sechs Generationen zurückreichen und das auch noch einen Weingroßhandel betreibt, ist ein internationaler Akteur im Schrottgeschäft. Wie das Unternehmen mitteilt, wächst der von HJ Hansen Recycling erwirtschaftete Jahresumsatz durch die Uniscrap-Übernahme auf 300 Mio €. Das Unternehmen werde dann insgesamt rund 200 Mitarbeiter an 20 Standorten in Dänemark, Schweden, der Türkei und China beschäftigen.

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