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Scholz-Mutter Chiho steigert Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr deutlich


Die starke Nachfrage nach Stahlschrott und Altmetallen
schlägt sich auch in den Zahlen von Chiho nieder.
28.07.2021 − 

Die Chiho Environmental Group, zu der auch der deutsche Stahlschrottrecycler Scholz gehört, hat seine Geschäftszahlen im bisherigen Jahresverlauf deutlich verbessern können. Die gehandelte Tonnage und die Margen der Gruppe für recyceltes Metall hätten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert, heißt es in einer aktuellen Mitteilung von Chiho.

So rechnet der Konzern für das erste Halbjahr mit Umsätzen zwischen 10,7 Mrd und 11,3 Mrd Hongkong-Dollar – umgerechnet etwa 1,16 Mrd bis 1,23 Mrd €. Das entspreche einem Zuwachs von mindestens 83 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Auf der Ergebnisseite fallen die Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr noch stärker aus. Bei Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erwartet der Konzern für die ersten sechs Monate einen Gewinn von mindestens 660 Mio Hongkong-Dollar – rund 70 Mio €. Im ersten Halbjahr 2020 lag das EBITDA lediglich bei 57 Mio Hongkong-Dollar.

Unter dem Strich rechnet Chiho für die erste Jahreshälfte mit einem Nettogewinn von mindestens 220 Mio Hongkong-Dollar – fast 25 Mio €. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum musste der Stahlschrott- und Altmetallrecycler noch einen Verlust von 288 Mio Hongkong-Dollar verbuchen.

Umstrukturierungsmaßnahmen und Wachstumsinitiativen zeigen erste Erfolge

Die deutlich verbesserten Ergebnisse führt der Konzern unter anderem auf die verschiedenen Maßnahmen zur Optimierung und Umstrukturierung seiner Geschäfte zurück. Diese ermöglichten der Gruppe schlanker und effizienter zu werden, heißt es. Außerdem würden viele der Wachstumsinitiativen erste Früchte tragen.

Positiv auf den Umsatz hätten sich darüber hinaus die neuen Standards für den Import von recycelten Metallen in China ausgewirkt. Um diese Chance zu nutzen, könne Chiho auf ein umfangreiches globales Netzwerk sowie die Präsenz in China zurückgreifen.

Auch die weltweite Erholung der industriellen Aktivitäten nach dem von der Pandemie stark geprägten Vorjahr habe sich positiv auf die Geschäfte des Konzerns ausgewirkt. So berichtet Chiho von einem starken Anstieg der Nachfrage nach Eisen- und Nichteisenmetallen.

Die Unternehmensgruppe geht davon aus, dass die starke Dynamik im Markt auch in der zweiten Jahreshälfte anhalten wird. Dennoch sei man weiterhin auf der Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten und ergreife gleichzeitig geeignete Maßnahmen zur Kosten- und Ausgabenkontrolle.

Welche Pläne der Konzern beim Recycling von Lithium-Akkus aus der Elektromobilität verfolgt und wie BIR-Präsident Tom Bird die Weiterentwicklung von Scholz und Chiho nach seiner Rückkehr in die Unternehmensgruppe unterstützen soll, lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 31/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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