|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Scholz mit Umsatz- und Gewinneinbruch durch Coronakrise


Die Versorgung mit Schrotten sei aufgrund der Pandemie
zwischenzeitlich stark eingeschränkt gewesen, meldet die
Scholz-Mutter Chiho.
10.09.2020 − 

Der Stahlschrottrecycler Scholz musste im ersten Halbjahr bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutliche Rückgänge bei der abgesetzten Tonnage, dem Umsatz sowie dem Ergebnis verbuchen. Die Muttergesellschaft Chiho Environment meldet für das Europageschäft des Konzerns, welches die Aktivitäten von Scholz umfasst, einen Rückgang der Umsätze um über 30 Prozent auf 4,8 Mrd Hongkong-Dollar. Das entspricht laut aktuellen Umrechnungskursen etwa 530 Mio €. Die abgesetzte Tonnage gab in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 1,72 Mio Tonnen nach. Der Gewinn der europäischen Aktivitäten schrumpfte sogar um mehr als drei Viertel auf umgerechnet noch knapp fünf Mio €.

Die europäischen Stahlproduzenten seien im Zuge der Pandemie von einem allgemeinen Rückgang des Stahlverbrauchs infolge der Stilllegungen und von unterbrochenen Lieferketten betroffen gewesen, schreibt Chiho. Die Rohstahlproduktion gab somit in der ersten Jahreshälfte um fast 20 Prozent nach. Der ebenfalls sehr starke Rückgang im Absatz der Automobilindustrie habe sich zudem auf die Menge des wieder in Umlauf gebrachten Produktionsschrotts ausgewirkt.

Während die Menge an neuem Industrieschrott aufgrund der gesunkenen Industrieproduktion insgesamt zurückging, habe sich der Zufluss von Alt-Schrotten schneller erholt, da Sammler nach der Aufhebung der Beschränkungen die Versorgung der Schrottplätze wieder aufnehmen konnten. Die Schrottpreise hätten im ersten Halbjahr auf dem niedrigen Niveau von Ende 2019 verharrt, berichtet der chinesische Konzern für das Europageschäft weiter.

Für den Gesamtkonzern meldet Chiho in der ersten Jahreshälfte aufgrund von Unterbrechungen beim Zu- und Abfluss von Materialien einen Umsatzrückgang um rund ein Drittel auf 5,8 Mrd Hongkong-Dollar. Unter dem Strich weist der Metallrecycler für die ersten sechs Monate einen Verlust von fast 290 Mio Hongkong-Dollar aus.

Den kompletten Bericht zu den aktuellen Zahlen der Scholz-Muttergesellschaft sowie zum Ausblick lesen Sie kommende Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 38/2020. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die Ausgabe bereits ab Dienstag, 14 Uhr, als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − EEW steigert im ersten Halbjahr Durchsatz und Umsatz

Remondis erhält Zuschlag für FES-Beteiligung  − vor