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RWE will erste Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm in Hürth 2025 in Betrieb nehmen

Schornsteine
2025 will RWE seine erste Monoverbrennungsanlage
für Klärschlamm in Betrieb nehmen.
12.05.2021 − 

Der Energieversorger RWE will an seinem Hürther Standort Knapsacker Hügel bis 2025 eine erste Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm in Betrieb nehmen. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht hat das Projekt die nordrhein-westfälische Landesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Düsseldorfer Landtag. Gegenüber EUWID hat der Kraftwerksbetreiber nun Details zur geplanten Anlage genannt.

Demnach plant RWE am Knapsacker Hügel eine stationäre Wirbelschichtfeuerungsanlage für Klärschlamm mit zwei Verbrennungslinien. Jede dieser Linien soll über eine Behandlungskapazität von 180.000 Tonnen Klärschlamm-Originalsubstanz beziehungsweise 45.000 Tonnen Trockensubstanz verfügen.

Zwei baugleiche Verbrennungslinien geplant

Die beiden baugleichen Linien sollen autark sein und unabhängig von einander betrieben werden können. Nach derzeitigem Stand soll allerdings in einer ersten Ausbaustufe zunächst eine dieser beiden Linien errichtet und in Betrieb genommen werden. Wann die zweite Verbrennungslinie in Betrieb gehen soll, teilte RWE nicht mit.

Mit der Klärschlammverbrennung will RWE nach eigenen Angaben 60.000 Tonnen Dampf pro Jahr und Linie erzeugen. Darüber hinaus werden in jeder Linie voraussichtlich 19.000 Tonnen Asche zur Phosphorrückgewinnung und 3.000 Tonnen Reststoffe zur Entsorgung anfallen.

RWE gilt als größter Klärschlammentsorger Deutschlands

RWE gilt als der größte Klärschlammentsorger Deutschlands. Im Jahr 2019 hat RWE nach eigenen Angaben rund 900.000 Tonnen Klärschlamm-Originalsubstanz entsorgt. Aktuellere Zahlen sind nicht bekannt beziehungsweise von RWE bislang nicht veröffentlicht worden. Die Behandlungskapazität von RWE entspricht damit in etwa der Hälfte des Klärschlamm-Aufkommens in NRW.

Bislang setzen die Essener den Klärschlamm im Wesentlichen zur Mitverbrennung in Kraftwerken ein. Die Mitverbrennung will RWE mit einer zusätzlich zu errichtenden Trocknungsanlage optimieren. Rund 90.000 Tonnen Klärschlamm soll die Anlage pro Jahr trocknen können – auf welchen Trocknungsgrad teilte RWE allerdings auch auf Nachfrage nicht mit. Mit der vorgelagerten Trocknung der Klärschlämme will RWE den Energieinhalt besser nutzen und den Wirkungsgrad der bestehenden Dampferzeuger-Anlage verbessern, hieß es gegenüber EUWID.

Einen ausführlichen Artikel über die geplante Monoverbrennungsanlage von RWE lesen Sie in Ausgabe 19/2021 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

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