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Remondis übernimmt Schlenker Entsorgung


Remondis stärkt mit Übernahme von Schlenker
Präsenz im süddeutschen Raum.
16.07.2021 − 

Deutschlands führender Entsorger Remondis setzt seine Einkaufstour bei der Konkurrenz fort. Wie der Lünener Konzern auf Nachfrage informierte, hat die Remondis Süd GmbH zusammen mit der Rethmann-Tochter Rhenus Retrans mit Wirkung zum 1. Juli die wesentlichen Assets der Firma Schlenker Entsorgungs GmbH in Villingen-Schwenningen übernommen. Neben Fahrzeugen, Behältern, Kunden und sonstigem Anlagevermögen gehört hierzu auch das 18.000 Quadratmeter große Firmengrundstück, das sich in direkter Nachbarschaft zur Remondis-Niederlassung in Villingen-Schwenningen befindet.

Die 1927 zunächst als Fuhrbetrieb und Brennstoffhandel gegründete und bis heute familiengeführte Firma Schlenker ist seit über 30 Jahren in der Abfallentsorgungswirtschaft tätig. Das Unternehmen sammelt, sortiert und transportiert Wertstoffe aller Art. Regional betätigt sich Schlenker zudem als Containerdienst, ergänzt durch den traditionellen Handel mit Heizöl. Nach Angaben von Remondis hat die Tochter Remondis Süd den Bereich Entsorgung & Recycling übernommen. Der Bereich Spedition werde künftig von Rhenus verantwortet.

Entsorger und Spediteur Schlenker erwirtschaftete zuletzt rund 6,5 Mio € Umsatz

Laut Remondis ist Schlenker vor allem im regionalen Umfeld tätig. In einem früheren Homepage-Eintrag zählt Schlenker zum eigenen Aktionsradius neben Baden-Württemberg auch die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern sowie grenznahe Orte in Österreich, der Schweiz und Frankreich. Den von Schlenker in den vergangenen Jahren generierten Umsatz beziffert Remondis auf rund 6,5 Mio € pro Jahr. Laut dem letzten im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss schrieb das Unternehmen 2018 und 2019 mit Überschüssen von 35.000 bzw. 36.000 € jeweils positive Zahlen.

Aktuell beschäftigt Schlenker 39 Mitarbeitende. Die Gesellschafter und bisherigen Geschäftsführer Markus Schlenker und Erhard Stoll werden dem Unternehmen Remondis zufolge noch für eine Übergangszeit beratend zur Verfügung stehen.

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