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Remondis-Tochter Reterra nimmt neue Vergärungsanlage in Erftstadt in Betrieb


Die bestehende Kompostierungsanlage im VZEK wurde um
eine Vergärungsanlage sowie eine Tunnelkompostierung erweitert.
08.07.2021 − 

In Erftstadt ist diese Woche die neue Vergärungsanlage der Remondis-Tochter Reterra offiziell in Betrieb gegangen. Die bestehende Kompostierungsanlage im Verwertungszentrum Erftkreis (VZEK) wurde um eine Vergärungsanlage mit einem Durchsatz von 35.000 Jahrestonnen sowie eine Tunnelkompostierung im Außenanbau mit einer Kapazität von knapp 40.000 Jahrestonnen erweitert. Damit steigt die Behandlungskapazität am Standort um insgesamt 45.000 Jahrestonnen. Die Investitionen liegen Remondis zufolge „im unteren zweistelligen Millionenbereich“.

Größter Einzelkunde der neuen Anlage ist der Rhein-Erft-Kreis mit rund 60.000 Tonnen organischen Abfällen pro Jahr. Hinzu kommen laut Remondis weitere Mengen aus Landwirtschaft und Gartenbau. Die maximale Kapazität der Anlage von 183.000 Tonnen pro Jahr sei damit aber noch lange nicht erreicht.

Die Co-Vergärungsanlage erzeugt aus den organischen Abfällen neben Komposten auch Biogas, das direkt vor Ort in angeschlossenen Blockheizkraftwerken klimaneutral verstromt wird. Perspektivisch sei auch eine Nutzung als CO2-neutraler Kraftstoff für den Betrieb der wachsenden Flotte klimafreundlicher Abfuhrfahrzeuge im Rhein-Erft-Kreis und darüber hinaus möglich.

Hintergrund der Modernisierung und des Ausbaus war den Angaben zufolge der Wunsch des Rhein-Erft-Kreises, für seine rund 55.000 Jahrestonnen Bioabfall eine energetische Nutzung der kommunalen Bioabfälle vorzuschreiben. Hinzu kommt, dass seit diesem Jahr in Erftstadt die schrittweise Einführung einer Pflicht-Biotonne erfolgt.

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