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Remondis-Tochter Remex übernimmt ETH


Remondis baut Geschäft mit mineralischen Abfällen
in Norddeutschland aus.
19.07.2019 − 

Der zur Remondis-Gruppe gehörende Baustoffrecycler Remex verstärkt seine Präsenz in Norddeutschland. Die Remex Mineralstoff GmbH hat beim Bundeskartellamt den Erwerb sämtlicher Anteile an der Hamburger ETH Umwelttechnik GmbH angemeldet. Nähere Details zur Übernahme wollte Remondis mit Verweis auf das laufende Verfahren auf Nachfrage nicht nennen.

Der 1985 gegründete Familienbetrieb ETH betreibt fünf Standorte in und um Hamburg und ist auf die Entsorgung mineralischer Abfälle sowie von organischen und organisch-mineralischen Abfällen spezialisiert. Nachdem der Geschäftsschwerpunkt in den Anfangsjahren auf der Verwertung von Kraftwerksrückständen und der Entsorgung von Industrieschlämmen lag, weitete das Unternehmen seine Aktivitäten im weiteren Verlauf insbesondere auf die Klärschlamm- und Hafenschlickverwertung sowie die Verwertung kommunaler Abfälle wie Straßenlaub und -kehricht aus.

Laut dem jüngsten veröffentlichten Jahresabschluss beschäftigte ETH im Jahr 2017 insgesamt 29 Mitarbeiter und erwirtschaftete bei Umsätzen von 15,3 Mio € einen Überschuss von 740.000 €. Das Unternehmen ist Teil der ETH-OAM Gruppe, zu der noch weitere Unternehmen aus dem Umwelt-, aber auch aus dem Bau- und Agrarbereich gehören.

ETH und Remex kooperieren bereits

Wie ETH auf seiner Homepage vermerkt, verbindet das Unternehmen mit Remex bereits eine Kooperationspartnerschaft bei der Entsorgung von Straßenaufbruch. Der Remex-Konzern ist breit aufgestellt und deckt das gesamte Spektrum der Entsorgung, Aufbereitung und Verwertung von mineralischen Abfällen ab. Dazu gehört die Produktion von Ersatz-/Recyclingbaustoffen aus der Mineralik genauso wie das Recycling der zurückgewonnenen Metalle sowie die Bereiche Flächen- und Altlastensanierung, Deponierung und Bergversatz.

Eigenen Angaben zufolge betreibt Remex insgesamt mehr als 60 Standorte in Europa und Asien. Aus einer Inputmenge von jährlich rund 8,5 Mio Tonnen Bauschutt, Aschen, Schlacken, Böden und sonstigen mineralischen Abfällen gewinnt das Unternehmen rund 2,1 Mio Tonnen Recyclingbaustoffe, 1,5 Mio Tonnen Ersatzbaustoffe sowie 320.000 Tonnen Eisen- und NE-Metalle.

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