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Remondis erhält Freigabe für weitere Übernahmen


Der Remondis-Konzern darf sowohl die Rada-Gruppe
als auch die E-Schrottaktivitäten von Sims übernehmen.
17.03.2020 − 

Remondis setzt das Wachstum über Zukäufe fort. Deutschlands größter Entsorger darf jetzt auch die Augsburger Rada-Gruppe übernehmen. Das Bundeskartellamt erteilte heute die Freigabe für die Übernahme. Remondis will rückwirkend zum 1. Januar 2019 alle Anteile an dem vor allem im Altpapierbereich tätigen Entsorger übernehmen.

„Die Kompetenz von Rada gerade im Bereich der Altpapierverwertung passt hervorragend in unser Portfolio und hilft uns dabei, in der Region weiter zu wachsen und unseren Kunden zusätzliche Dienstleistungen anbieten zu können“, kommentierte Remondis-Süd-Geschäftsführer Frank Gärtner die Übernahme im Dezember.

Grünes Licht für Übernahme von Sims-Aktivitäten durch TSR

Auch die Remondis-Tochter TSR hat die Genehmigung für die Übernahme eines Großteils der europäischen Altgeräteaktivitäten von Sims Metal Management erhalten. Die Wettbewerbsdirektion gab in der vergangenen Woche grünes Licht für den Deal mit einem Kaufpreis von 83,5 Mio €.

Weil „die Überschneidungen zwischen den Aktivitäten der Unternehmen sehr begrenzt sind und nach dem Zusammenschluss eine Reihe von starken Akteuren auf dem Markt verbleiben“, werfe die geplante Transaktion keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf, teilte die Kommission mit.

Die Übernahme betrifft die Tochtergesellschaften Sims M+R GmbH, Sims Recycling Solutions Austrian Holdings GmbH, Mirec B.V. und Sims Recycling Solutions AB mit Standorten in Bergkamen (Deutschland), Müllendorf (Österreich), Eindhoven (Niederlande), Sint Niklaas (Belgien) und Katrineholm (Schweden). Weiter fortführen wird Sims die Wiederaufarbeitung von gebrauchten IT-Geräten, zum Beispiel über die Tochtergesellschaft Sims Lifecycle Services GmbH mit Sitz in Ginsheim-Gustavsburg, und den Rückbau von Daten-und Rechenzentren.

Termin für Verhandlung zur DSD-Übernahme abgesagt

Unterdessen hat das Oberlandesgericht Düsseldorf den ursprünglich für morgen angesetzten Verhandlungstermin im Kartellverfahren zur geplanten Übernahme von DSD durch Remondis abgesetzt. Nach Zustimmung durch alle Beteiligten wird das Gericht die Streitsache nun im schriftlichen Verfahren entscheiden. Grund dafür sind auch in diesem Fall die im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus stehenden Vorsichtsmaßnahmen für Veranstaltungen.

Die Entscheidung im Verfahren „Remondis gegen Bundeskartellamt“ soll nun am 22. April verkündet werden. Das erklärte das Gericht auf Anfrage.

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