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Remondis begrüßt Einstieg von Veolia bei Suez


Bei Remondis in Lünen erwartet man deutliche Veränderungen
der Wettbewerbssituation – international und in Deutschland.
07.10.2020 − 

Remondis sieht in der Übernahme von Suez durch Veolia eine „langfristig angelegte Strategie Frankreichs, europäische Interessen in Europa zu schützen“. Dies sei aus Sicht der Kreislauf- und Wasserwirtschaft durchaus zu begrüßen, erklärte Deutschlands größter Entsorger in einer ersten Reaktion auf die Übernahme von 29,9 Prozent der Suez-Aktien durch Veolia. Mit der Übernahme von Suez durch Veolia entstehe nun ein „französischer Gigant auf dem europäischen Markt für Wasser- und Kreislaufwirtschaft“. Veolia übernehme mit dem Schritt Verantwortung für die zukünftige Ausrichtung des europäischen Marktes und die Weiterentwicklung europäischer Standards, die auch von Deutschland aus geprägt würden.

Für Remondis müsse die Fusion der beiden französischen Konzerne vor allem vor dem Hintergrund des stark wachsenden Engagements Chinas gesehen werden. Als Beispiel dafür verweisen die Lünener auf den Müllverbrenner EEW, der seit 2016 dem chinesischen Staatskonzern BEHL gehört.

Insgesamt erwartet Remondis eine weitere deutliche Veränderung der Wettbewerbssituation sowohl international als auch in Deutschland. Neben Veolia dränge auch die Schwarz-Gruppe mit der Tochter Prezero verstärkt in den Markt. Basierend auf den Daten von Eurostat für den europäischen Umweltsektor beziffert der Konzern seinen Marktanteil in Deutschland derzeit auf etwas über sieben Prozent, in der EU soll der Marktanteil von Remondis bei zwei Prozent liegen.

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