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Positives Echo auf Ausschussvotum zur Einwegplastikrichtlinie


Die Forderung nach einem Mindestrezyklatgehalt in
Kunststoffflaschen stößt auf Zustimmung der Recycler.
11.10.2018 − 

Verbände der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft begrüßen das Abstimmungsergebnis zur geplanten EU-Richtlinie zur Verringerung der Umweltauswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte im Umweltausschuss des EU-Parlaments. Insbesondere die Forderung nach einem Recyclinganteil von mindestens 35 Prozent in Getränkeverpackungen aus Kunststoff ab 2025 gehört zu den positiven Aspekten für die Dachverbände der europäischen Recycling- und Entsorgungswirtschaft EuRIC und FEAD sowie das deutsche FEAD-Mitglied BDE.

Die Mindestquote „sendet ein starkes Marktsignal, das die Nachfrage für Recyclingkunststoff steuern und seine großen ökologischen Vorteile in Bezug auf CO2- und Energieeinsparungen belohnen wird“, erklärte EuRIC. Auch FEAD erwartet, dass diese Zielsetzung einen stetigen Markt für Rezyklate und eine stärkere Kreislaufnutzung von Kunststoffen fördern wird.

Der BDE sprach sich dafür aus, die Getrenntsammlung von Kunststoffflaschen weiter zu stärken, damit der Mindestanteil erreicht werden kann. Der Verband unterstützt deshalb den Vorschlag der EU-Kommission, eine Sammelquote von 90 Prozent für Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff ab dem Jahr 2025 zu fordern. Einige Mitgliedstaaten der EU fordern, diese Zielsetzung auf 75 Prozent zu senken und erst 2030 auf 90 Prozent anzuheben.

Ob der Mindestrezyklatgehalt das weitere Gesetzgebungsverfahren übersteht, bleibt allerdings abzuwarten. Am 23. Oktober stimmt das Plenum des Europäischen Parlaments in erster Lesung über die Richtlinie ab. Danach sollen am 6. November Verhandlungen zwischen Vertretern des Parlaments und des EU-Rats beginnen mit dem Ziel, einen Richtlinientext auszuarbeiten, der von beiden EU-Organen angenommen und damit endgültig verabschiedet werden kann.

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