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Niedrigere Raffinierlöhne für Altkupfer belasten Aurubis-Ergebnis

Aurubis hat seine Gesamtjahresprognose nach unten korrigiert.
Aurubis hat seine Gesamtjahresprognose nach unten
korrigiert.
29.04.2019 − 

Nach einem operativen Ergebniseinbruch im ersten und zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres 2018/19 hat der Aurubis-Konzern seine Gesamtjahresprognose nach unten korrigiert. Der Hamburger Kupferproduzent und -recycler rechnet jetzt mit einem Ergebnisrückgang von mehr als 15 Prozent. Neben ungeplanten Stillständen wirkten sich auch die im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Raffinierlöhne für Altkupfer ergebnisbelastend aus, heißt es in einer Presseinformation.

Ende Februar bei der Hauptversammlung hatte der im Sommer aus dem Konzern ausscheidende Vorstandsvorsitzende Jürgen Schachler die bisherige Jahresprognose noch verteidigt, die von einem nur moderat unter dem Vorjahr liegenden operativen Vorsteuerergebnis (EBT) ausging. Laut Aurubis-Definition bedeutet „moderat“ einen Rückgang von mehr als fünf bis 15 Prozent. Nach Abschluss der ersten sechs Geschäftsmonate ist diese Prognose aber nicht mehr haltbar: Nun geht die Geschäftsführung von einem „deutlichen“ und damit mehr als 15-prozentigen EBT-Rückgang aus.

Vorläufigen Ergebnissen zufolge erwirtschaftete Aurubis zwischen Oktober 2018 und März 2019 ein operatives EBT von 103 Mio € nach 186 Mio € im Vorjahreszeitraum. Auf das zweite Quartal des Berichtsjahres entfielen 63 Mio € (Vorjahr: 107 Mio €). Darin enthalten ist ein einmaliger Ertrag von 20 Mio € aus dem untersagten Verkauf des Walzgeschäfts an die Wieland-Werke.

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