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Nicht recycelte Altölmenge im letzten Jahr deutlich gestiegen


Das Altölaufkommen in Deutschland lag
2020 bei rund 550.000 Tonnen.
14.10.2021 − 

In Deutschland wurden im letzten Jahr mehr als 170.000 Tonnen Altöl keinem Recycling zugeführt. Die ungenutzte Menge ist somit gegenüber 2019 um rund 75.000 Tonnen bzw. fast 80 Prozent gestiegen. Diese Zahlen hat der Bundesverband Altöl (BVA) im Rahmen seiner Jahrestagung Anfang des Monats in Freiburg präsentiert. „Der Schatz des Recyclingpotenzials beim Altöl ist bei uns noch nicht gehoben. Hier müssen wir offensiver werden“, forderte BVA-Präsident Detlef Bruhnke.

Auch für Altöl gelte das Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Es sei daher nicht akzeptabel, dass nicht sämtliche vorhandenen Altölmengen erfasst, aufbereitet und wiederverwendet werden, so Bruhnke. Anstrengungen müssten ausgeweitet und Innovationsideen umgesetzt werden. „Das Altölrecycling hat noch ungenutztes Potenzial, das wir im Hinblick auf Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit unbedingt nutzen sollten. Denn auch wenn die Elektromobilität weiter zunimmt und alternative Kraftstoffe stärker Verwendung finden, bleiben Mineralöle und auch ihre Altprodukte auch weiterhin im Einsatz“, ist der BVA-Präsident überzeugt.

Nach Angaben des Verbands ist der Schmierstoffabsatz in Deutschland im vergangenen Jahr bedingt durch die Corona-Pandemie um ein Sechstel auf rund 810.000 Tonnen eingebrochen und lag somit das zweite Mal in Folge unter der Marke von einer Mio Tonnen. Dementsprechend reduzierte sich auch das Altölpotenzial weiter auf knapp 350.000 Tonnen im Jahr 2020. Da der Nettoimport aber gleichzeitig um 40 Prozent auf über 200.000 Tonnen anstieg, lag das gesamte Altölaufkommen mit rund 550.000 Tonnen nur um zwei Prozent unter dem Vorjahreswert.

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